Rotbuche-Symbolbild am Tag des Baumes
2022 ist die Rotbuche Baum des Jahres, die auch am diesjährigen Tag des Baumes eine tragende Rolle spielt.
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Jubiläum: Tag des Baumes und wofür dieser 2022 steht

25. April 2022

Heute, am 25. April, wird zum 70. Mal der Tag des Baumes „gefeiert“. In Deutschland wurde er erstmals von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ausgetragen. Für das gesamte Cluster Forst und Holz, wie auch für den Klimaschutz ist er international und in Deutschland ein Tag von großer Bedeutung.

Die SDW hat den Tag des Baumes 1952 infolge starker Holznutzung durch Reparationshiebe nach dem Krieg mit einer symbolischen Pflanzung eines Ahorns ins Leben gerufen. Zum diesjährigen 70-jährigen Jubiläum ist er durch zahlreiche Pflanzungen zur größten Mitmachaktion im Baum- und Waldschutz geworden, so die SDW. Auch Ministerinnen und Minister werden in mehreren Bundesländern bei Pflanzaktionen der SDW erwartet. Ein starkes Zeichen für die Rolle von Bäumen im Klimaschutz?

Die Kraft der Bäume im Klimawandel

Auftakt zu den Pflanzungen der SDW war dieses Jahr die Pflanzung einer Buche in Berlin Grunewald, die am Tag des Waldes, dem 21. März, in die Erde kam. Die Rotbuche ist der Baum des Jahres 2022 und gerät, wie viele Baumarten, durch erhöhte Trockenheit, bedingt durch den Klimawandel, immer mehr in Bedrängnis.

Dem Klimawandel und Waldschäden, die durch ihn entstanden sind, möchte man mit Pflanzaktionen, wie am Tag des Baumes, entgegenwirken. Aber auch auf die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland aufmerksam machen. Der Landeswaldverband Baden-Württemberg e. V. (LWV-BW) wünscht sich mehr Anerkennung für den Wert forstwirtschaftlich genutzter Wälder im Klimawandel. „Es muss uns gelingen, dass die Wälder in Baden-Württemberg ihre aktiven und großen Potenziale im Klimaschutz voll entfalten können: Diese bestehen aus dem Kohlenstoffspeicher im Waldboden, dem Kohlenstoffspeicher im Holzzuwachs und aus dem Kohlenstoffspeicher in Holzprodukten, die fossile Rohstoffe ersetzen. Diese drei Potenziale müssen in Einklang gebracht werden, ohne sie gegeneinander auszuspielen,“ sagt Dr. Odile Bour, die Geschäftsführerin des Landeswaldverbandes, zum aktuellen Anlass.

Aktionen am Tag des Baumes

Eine Pflanzung gibt der Natur etwas zurück – wenn viele mitmachen, kann der Natur viel gegeben werden, in Wäldern aber auch Parks und Gärten. Bundesweit sind 350 Landes- und Kreisverbände der SDW im Einsatz, um in Zusammenarbeit mit Kommunen und Städten zu pflanzen sowie Führungen im Wald abzuhalten und aufzuklären. In Bonn, am ersten Baum, den die SDW in den 50er Jahren mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gepflanzt hat, wird in diesem Jahr ein Grundschulfest für über 200 Kinder veranstaltet.

In den Sozialen Medien ruft der Verband zum Mitmachen auf. Die Schutzgemeinschaft wolle zeigen, wie wichtig Bäume für unsere Erde sind. Neben Forstleuten sind alle Menschen dazu aufgerufen, etwas Gutes für die Natur und Bäume zu tun.

Tag des Baumes: Mitmachen kann jeder

Neben Pflanzungen von Bäumen kann auch für bienenfreundliche Sträucher gesorgt werden. „Auch für kleinere Gärten gibt es eine Vielzahl von Bäumen, die die Vielfalt im Garten erhöhen und die Insekten- und Vogelwelt unterstützen“, sagt der SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann zum Tag des Baumes.

  • Tipp aus der Redaktion: Bäume sind Teil eines Ökosystems. Auch kleine Handgriffe können diesem schon helfen. Wenn Sie heute an keiner Pflanzaktion teilnehmen, sammeln Sie doch Müll bei einem Waldspaziergang, informieren Sie sich (u. a. auf forstpraxis.de) über den Wald oder engagieren Sie sich in einer Naturschutzorganisation.
  • Quellen: SDW, LWV-BW