ABO
JohnDeere-910G

JohnDeere-Rückezüge 910E und 1010E

Auf der Interforst in München stellten die deutschen JohnDeere-Händler den neuen Rückezug JD 910 G vor. Einige Wochen später folgte auf der FinnMetko der JD 1010 G.

Eine wichtige Neuerung beider Maschinen ist der weiter entwickelte 4,5-l-Motor John Deere PowerTech Plus 4045, der bereits die Abgasnorm EU Stage 5 erfüllt. Sie wird Anfang 2019 in Kraft treten. Beim 9-t-Modell 910 G entwickelt der Vierzylinder 118 kW und ein maximales Drehmoment von 650 Nm (1 400 – 1 600 U/min), beim 11-t-Forwarder 1010 G sind es 131 kW und 730 Nm. Das ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen 810 E und 1010 E ein deutliches Leistungsplus, der 910 G hat sogar mehr Leistung als sie der 1010 E gehabt hat.

Adaptive Antriebssteuerung

Der Motor überträgt seine Kraft wie bei den anderen G-Serie-Forwardern über die 2017 eingeführte adaptive Antriebssteuerung, mit der die Drehzahl des Motors automatisch an die Motorauslastung angepasst wird, was auch bei hohen Lasten für einen gleichmäßigen Motorlauf sorgt.

Bei beiden Maschinen hat John Deere den Motorraum und die Haube in Zusammenarbeit mit BMW-DesignWorks neu gestaltet. Der Vorderrahmen wurde dabei kürzer, sodass die Maschine einen geringeren Überhang mit mehr Bodenfreiheit erhält. Die Motorhaube ist tiefer angeordnet als zuvor, um die Sicht des Fahrers zu verbessern.

Viele Optionen

Erhältlich sind die Maschinen mit sechs oder acht Rädern sowie mit schmaler oder breiter Ladefläche. Die Kunden können weiterhin zwischen einer Fest- und einer Drehkabine wählen. Bei den Ladekranen stehen beim 910 G der CF 1 und der CF 5 mit drei Reichweiten bis maximal 10 m zu Auswahl. Der JD 1010 G ist nur mit dem CF 5 erhältlich, der jetzt auch mit der intelligenten Kransteuerung IBC angeboten wird.

Überhaupt können sich die Kunden zwischen zahlreichen Optionen entscheiden. Der 910 G ist als Sechsrad-Version mit 34-Zoll-Reifen vorne und 24,5-Zoll-Reifen hinten oder als Achtrad mit 22,5- oder 24,5-Zoll-Rädern erhältlich. Der 1010 G-Sechsrad hat ebenfalls Vorderreifen mit 34 Zoll, die Hinterreifen 24,5 oder 26,5 Zoll. In der Achtradversion kann er mit 24,5- oder 26,5-Zöllern ausgestattet werden.

Beide Forwarder sind darüber hinaus mit einem verkürzten Radstand erhältlich. Dabei wandert die Hinterachse um 40 cm nach vorne, während der Rungenkorb unverändertet bleibt. Das soll bei gleicher Standfestigkeit die Wendigkeit verbessern. Für den Ladewagen des 1010 G gibt es zudem einen verlängerten Bogie, bei dem Deere den Nabenabstand auf 1 890 mm verlängert hat; das sind 390 mm mehr als in der Standardausführung. Mit aufgezogenen Bogiebändern hat das Fahrzeug dann einen 14 % geringeren Bodendruck am Hinterwagen, erläutert der Hersteller die Vorteile des Langbogies.

Fazit

Insgesamt hat John Deere die beiden kleinen Rückemaschinen auf einen sehr modernen Stand gebracht. Der neue Motor, die neuen MECA-Steuermodule, ein einfacherer CAN-Bus und ein schlankes Elektrosystem verbessern die Effizienz ebenso, wie die aktuelle Rechnergeneration mit dem Steuersystem TimberMatic F-16. Die neue Softwareversion macht jetzt auch die Fernwartung der Maschinen möglich.

JohnDeere/Red.

Auch interessant

von