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Johannes Röhl plötzlich und unerwartet verstorben

Bearbeitet von Rainer Soppa

In der Nacht zu 10. April wurde Johannes Röhl, Leiter der Wittgenstein-Berleburg‘sche Rentkammer, völlig unerwartet aus dem Leben gerissen. Röhl hinterlässt Ehefrau, zwei erwachsene Kinder und einen Enkel.

Der Vollblutförster Röhl wurde 1958 in Schleswig-Holstein als Sohn eines Lübecker Kirchenmusikers geboren. Nach dem Abitur studierte er Forstwissenschaften in München (1980 – 1983) und Göttingen (1983 – 1986). Das Referendariat absolvierte er in Schleswig-Holstein (1987 – 1989 ). Bis 1992 arbeitete er als Referent im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Anschließend war Röhl Projektleiter bei der Landwirtschaftskammer (LK) Schleswig-Holstein. Zusätzlich leitete er die „Lehranstalt für Forstwirtschaft“ (Waldarbeitsschule) in Bad Segeberg und war stellvertretender Abteilungsleiter der Forstabteilung der LK.

Röhl übernimmt seinen Traumjob

2001 übernahm er dann seinen Traumjob, die Leitung der Wittgenstein-Berleburg’schen Rentkammer sowie einiger Nebenbetriebe, der Schlossverwaltung und der Vermögensverwaltung der Familie des Prinzen Richard zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Mit einer Größe von über 13.000 ha ist die Rentkammer der größte private Forstbetrieb in Nordrhein-Westfalen und gehört zu den größten in Deutschland. Johannes Röhl hat das Rentkammervermögen als hochgeschätzter Vorgesetzter mit sicherer Hand durch schwierige Zeiten geführt. Dies hat ihm alle seine Kraft abgefordert. Auf Auslandsreisen und vor allem bei der geliebten Musik schöpfte er neue Kraft für seine vielen Verpflichtungen.

Ende 2014 hat der Verwaltungsrat des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) Johannes Röhl zum Stellvertreter des Vorstands gewählt. Zeitlebens gehörte seine ganze Passion der Ausbildung junger Menschen, die er in besonderem Maße zu motivieren verstand, wie auch der Verbesserung der Arbeitssicherheit.

Nachruf des Autors

Röhl schmiedete mit seiner Familie bereits Pläne für seinen nahen Ruhestand. Ich kannte Johannes seit 40 Jahren als ausgleichenden und verbindlichen Menschen, der auch in unruhigen Zeiten seinen Humor nicht verloren und unbeirrt seine Ziele weiterverfolgt hat. Wir vermissen den Kollegen, Freund und das menschliche wie fachliche Vorbild Johannes Röhl schmerzlich und täglich aufs Neue. Wir werden diesen außergewöhnlichen Menschen stets in guter Erinnerung behalten.

Rainer Soppa