ABO
Johann Konrad Schraud †

Johann Konrad Schraud †

Mit dem Tod von Regierungsdirektor a.D. Johann Schraud am 8. Mai ist ein Mann aus dieser Welt gegangen, der durch Jahrzehnte die tragende Säule des Referates „Forstliche Ausbildung und Forschung“ an der Spitze der „ehemaligen“ Bayerischen Staatsforstverwaltung war.
Johann Schraud, am 7.2.1925 in Schweinfurt geboren, wurde als Beamter des gehobenen technischen Forstdienstes mit 27 Jahren in die damalige „Ministerialforstabteilung“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten berufen. In das Haus, das er 1987 in den Ruhestand verließ. Im Ministerium wanderte er vom Haushalts- und Gebäudereferat ins Personalreferat. Dann übertrug man ihm als Arbeitsfeld im Referat für Ausbildung und Forschung die Einstellung der Nachwuchskräfte für alle forstliche Laufbahnen, deren Ausbildung und Prüfungen. Alle Ausbildungsvorschriften jener Zeit trugen seine Handschrift.
Wer ihm begegnete, ob als Kollege oder als Vorgesetzter fand in ihm einen stets korrekten, höflichen Gesprächspartner. Dabei sicherte er sich jene Distanz, die ihm es ermöglichte, aufmerksam zuzuhören und Gesprächsthema sowie Gegenüber abzuschätzen und einzuordnen. Daraus entsprangen seine Antworten als klare sachliche Auskunft oder als eine hilfsbereite und sehr persönliche Beratung. Ich hatte das Glück, Schraud während der letzten 11 Jahre seiner Dienstzeit als helfenden Mitarbeiter an meiner Seite zu wissen. In dieser Zeit erarbeitete sich der damals 50-Jährige den Aufstieg vom gehobenen Dienst in den höheren Dienst. Diese Leistung schöpfte er aus Fachkenntnissen, präziser Arbeitsweise, Gründlichkeit und der Fähigkeit, in jedem Fall den „Focus quo“ zu erkennen. Das hat mir als „Anfänger“ im Ministerium so geholfen, dass wir eine partnerschaftliche Arbeitsteilung vereinbarten, die eine in Sachlichkeit verbundene Symbiose ergab.
Wie mir wird es vielen Forstleuten ergehen, die sich gerne und dankbar an Begegnungen mit diesem einmaligen „bayerischen Förster“, dem späteren Regierungsdirektor Johann Schraud erinnern.
Hubertus Wild

Auch interessant

von