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Jörg Wipf geht in den Ruhestand

Jörg Wipf geht in den Ruhestand

Jörg Wipf, der leitende Verbandsforstdirektor beim Regionalverband Ruhr, geht am 1. September in den Ruhestand.Nach dem Studium der Forstwissenschaften an der Universität Freiburg und Absolvierung des Forstreferendariats bei der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg war der Forstwissenschaftler von 1979 bis 1982 zunächst als freiberuflicher Sachverständiger im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren in Südbaden tätig. Am 1. Oktober 1982 trat er in den Dienst des damaligen Kommunalverbands Ruhrgebiet (KVR). Als Gruppenleiter war er hier u. a. zuständig für den Erholungswaldausbau, Begrünungsaktion Ruhrkohlenbezirk und das Jagdwesen. Von 1986 bis 1991 übernahm er die Leitung des verbandseigenen Forstamtes Haard in Haltern am See. Schwerpunkte seiner Arbeit waren in dieser Zeit waldbauliche Fragestellungen, Waldkalkungsmaßnahmen, die effiziente Anpassung der Schalenwildbestände und die forstliche Öffentlichkeitsarbeit. Am 1. Januar 1992 wurde Wipf zum Abteilungsleiter Forstwesen bestellt und wechselte nach Essen zurück. Nach weiterer, knapp dreijähriger Tätigkeit als Fachbereichsleiter Forsten wurde er am 1. April 2001 erster Werksleiter der neu gegründeten eigenbetriebsähnlichen Einrichtung RVR RuhrGrün. In dieser Funktion war er bis Ende August 2015 verantwortlich für den mit rund 17.000 ha Wald- und Freiflächen größten Körperschaftsforstbetrieb Deutschlands. Das forstpolitisch bedeutsame Schaffen von Jörg Wipf ging allerdings weit über die Ruhrgebietsgrenzen hinaus. So war er u. a. lange Jahre Bundessprecher in der Arbeitsgemeinschaft Stadtwald, Mitglied in der Landesbetriebskommission von Wald und Holz NRW und im Obersten Forstausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen. Er wirkte im Beirat des Forstvereins NRW, im erweiterten Vorstand des Kommunalen Waldbesitzerverbandes NRW, im Vorstand der Stiftung Wald in Not sowie im Vorstand der Rotwildhegegemeinschaft Dämmerwald-Herrlichkeit Lembeck und in diversen Jagdbeiräten. Außerdem ist Jörg Wipf Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstands der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der ihn 2007 mit der goldenen Ehrennadel auszeichnete. Er war außerdem Beisitzer im Disziplinarsenat beim Oberverwaltungsgericht Münster.Die gesamte Belegschaft von RuhrGrün wünscht ihrem scheidenden Chef zukünftig viel Freude im Kreise seiner Familie, Gesundheit sowie viele schöne Erlebnisse im heimischen Garten, beim Wandern und bei der Jagd. Ad multos annos!

Thomas Kämmerling

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