ABO
Joachim Keßler übernimmt Leitung des Forstbetriebs Heigenbrücken

Joachim Keßler übernimmt Leitung des Forstbetriebs Heigenbrücken

Nach fast vier Jahren im Spessart verabschiedet sich der Leiter des Forstbetriebs Heigenbrücken, Rudolf Zwicknagl, und kehrt als Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach zurück in seiner Oberpfälzer Heimat. Für ihn wird ab 1. November Joachim Keßler die Leitung des Spessartforstbetriebs übernehmen. Der gebürtige Regensburger war bisher stellvertretender Forstbetriebsleiter in Wasserburg am Inn.
Vorstand der Bayerischen Staatsforsten Reinhardt Neft beglückwünschte Keßler im Rahmen einer Feierstunde zu seinem neuen Betätigungsfeld. Er kenne Keßler bestens aus dessen Zeit im Vorstandsbüro in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten und wisse um dessen Fähigkeiten. „Es freut mich ganz besonders, dass ich Sie heute als neuen Forstbetriebsleiter hier Spessart begrüßen darf.“ Er sei sich sicher, so Neft, dass die Bayerischen Staatsforsten mit Joachim Keßler den idealen Nachfolger für Rudolf Zwicknagl gefunden haben.
Joachim Keßler wird im Spessart die Verantwortung mehr als 16.000 Hektar Wald übernehmen, eine Kulturlandschaft, die sich zum Großteil aus Laubwäldern zusammensetzt. „Der Spessart ist sicher eines der interessantesten Waldgebiete in Deutschland“, so der neue Forstbetriebsleiter. Die weltberühmte Spessarteiche wachse hier nicht zufällig, sondern sei das Ergebnis der Arbeit von vielen Generationen von Förstern und Waldarbeitern. „Diese Arbeit bestmöglich fortzuführen ist nicht eine große Aufgabe, sondern auch eine große Motivation“, so Keßler. Er bedankte sich in seiner Antrittsrede ausdrücklich bei Vorgänger Rudolf Zwicknagl, von dem er einen bestens organisierten Betrieb übernimmt und der ihn bereits bestens auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet habe.
Rudolf Zwicknagl hatte den Forstbetrieb 2013 übernommen und seither von seinem Wohnort in der Nähe von Cham, wo seine Familie lebt, nach Heigenbrücken gependelt. Nur freut sich auf eine reizvolle Aufgabe in seiner Heimat.
Joachim Keßler wurde 1973 in Regensburg geboren und ist in Lupburg in der Nähe von Parsberg/Oberpfalz aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. 2002 legte Keßler die große forstliche Staatsprüfung ab. Nach drei Jahren an der Forstdirektion Oberbayern wechselte er 2005 als Pressesprecher in das Vorstandsbüro der neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten und zum 1. November 2010 als stellvertretender Forstbetriebsleiter an der Forstbetrieb Wasserburg. Keßler ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Rudolf Zwicknagl wurde nach dem Studium der Forstwissenschaften, Referendariat und Abschluss der großen forstlichen Staatsprüfung 2000 in die damalige Staatsforstverwaltung übernommen. Dort warteten die Stationen Forstamt Selb, Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken und Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 2006 wurde Zwicknagl die Leitung des Teilbereichs Unternehmensentwicklung der Bayerischen Staatsforsten und im April 2013 die Leitung des Forstbetriebs Heigenbrücken übertragen. Zwicknagl ist verheiratet und hat drei Kinder.
Der Forstbetrieb Heigenbrücken mit seiner in Bayern einmaligen Baumartenvielfalt liegt im bayerischen Nordspessart. Neben Buchen und Eichen wachsen auch Fichte, Kiefer, Tanne, Strobe, Lärche und Douglasie, darunter der höchste Baum Bayerns, eine Douglasie mit über 60 m Höhe. Das Wasser aus dem Heigenbrückener Wald versorgt 40.000 bis 50.000 Menschen. Damit die Qualität gleichbleibend gut ist, wird der Wald schonend und naturgemäß bewirtschaftet. Der Waldumbau zu noch mehr Laubholz, vor allem Buche trägt dem sich abzeichnenden Klimawandel Rechnung und erhöht den Erholungswert.
 

Weitere Informationen zum Forstbetrieb Heigenbrücken

 
BaySF

Auch interessant

von