Waldschutz

Japankäfer erreicht Deutschland

Bearbeitet von Jörg Fischer

Im Juli erst war ein lebendes Exemplar des Japankäfers (Popillia japonica) in Basel gefangen worden. Nun wurde der erste Nachweis für Deutschland erbracht: Anfang November wurde ein männlicher Japankäfer im Bereich des Güterbahnhofs von Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) gefunden.

Besonders auffällig: Der Fundort in Basel lag ebenfalls im Bereich des Güterbahnhofs. Schon im Juli vermutete der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst, dass der Käfer über die Schiene als blinder Passagier nach Basel gelangt sein könnte. Der Fundort in Freiburg scheint diese Vermutung jetzt zu stützen.

Was ist macht den Käfer so gefährlich?

Der Japankäfer befällt mehr als 700 Pflanzenarten, darunter v. a. landwirtschaftliche Nutzpflanzen, aber auch viele Laubgehölze, z. B. Ahorn, Kastanie, Birke, Platane, Pappel, Weide, Linde und Ulme. Aufgrund eines hohen wirtschaftlichen Risikos wurde der Japankäfer von der Europäischen Union als sogenannter Unionsquarantäneschädling eingestuft (Anhang II der Verordnung (EU) 2019/2072) und darf damit weder in die EU importiert noch innerhalb der EU verbracht werden. Wer glaubt, einen Japankäfer gefunden zu haben, der melde dies bitte dem zuständigen Pflanzenschutzdienst.

Nähere Informationen zum Japankäfer lesen Sie in unserem Bericht vom 4. August 2021.

Red./Mit Material vom ltz Augustenberg