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Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates

Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates

„Als forstliche Branche haben wir allen Anlass, kritischen Stimmen selbstbewusst entgegenzutreten und die Gesellschaft von den vielfältigen Leistungen der Forstwirtschaft in Deutschland zu überzeugen!“, ermunterte Georg Schirmbeck, MdB und Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), die Teilnehmer an der 62. Jahrestagung des DFWR am 14. Mai in Koblenz in seiner Begrüßungsrede.

Im Rahmen der alljährlichen Tagung des DFWR kamen seine Mitglieder sowie verschiedene Gremien des Dachverbandes der deutschen Forstwirtschaft zusammen. Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung war der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. In seiner Rede dankte DFWR-Präsident Schirmbeck auch dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten sowie den Landesforsten Rheinland-Pfalz für ihre Unterstützung bei der Ausrichtung der Veranstaltung.
 
Die große Bedeutung der Forstwirtschaft im waldreichen Rheinland-Pfalz hob Forststaatssekretär Dr. Thomas Griese in seinem Grußwort hervor. Die Forst-, Holz- und Papierbranche beschäftige hierzulande  rund 50.000 Menschen und sei damit ein bedeutender Wirtschaftszweig, den die Landesregierung mit ihrer Clusterinitia tive Forst und Holz unterstütze. Eine wichtige Herausforderung sieht Griese in der Anpassung an den Klimawandel, der den Wald bedrohe: „Deshalb muss die Forst wirtschaft ein besonderes Interesse am  Klimaschutz haben“, betonte der Staatssekretär. Beiträge dazu könnten Waldbesitzer etwa durch die Bereitstellung von Windkraftstandorten leisten. „Da unsere Wälder ein bedeutender CO2-Speicher und Lebensraum für unzählige Arten sind, liegt uns ihr Schutz ebenso am Herzen“, sagte Griese. Der geplante Nationalpark im rheinland-pfälzischen Staatswald leiste dazu einen wichtigen Beitrag und biete zudem große Chancen für die Regionalent wicklung.
 
Den Aspekten der Nachhaltigkeit im Forstwesen widmete Dr. Hermann Bolz, Buchautor und Forstwissenschaftler, seinen Festvortrag. Während der Forstsektor vor einigen Jahrzehnten kaum noch öffentliche Aufmerksamkeit erfahren hätte, sei er heute angesichts der Herausforderungen insbesondere durch den Klimawandel sowie die Energiewende erneut in den Fokus gerückt. „Die Nachfrage nach Leistungen aus den Wäldern bordet über – Forstleute stehen mehr denn je vor der alten Frage: Wie viel ist genug?“, so Bolz.
 
Entsprechend dem Motto der Jahrestagung wurde auch das politisch zurzeit intensiv diskutierte Thema der Ressourceneffizienz behandelt. „Unser Wald ist eine knappe Ressource, die wir mit Umsicht und Bedacht einsetzen müssen und nicht verschwenden dürfen“, mahnte Schirmbeck. Dabei habe sich das in Deutschland praktizierte Prinzip einer nachhaltigen, naturnahen und multifunktionalen Forstwirtschaft bewährt. Der integrative Ansatz unter Beachtung einer differenzierten, an die konkreten örtlichen Bedingungen angepassten Bewirtschaftung ermögliche insgesamt ein Höchstmaß an Leistungen und einen effizienten Umgang mit der knappen Ressource Wald.

DFWR

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