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Rheinland-Pfalz: Waldschutz und Waldnutzung stehen gleichrangig nebeneinander

Forststaatssekretär Thomas Griese hat am 16. Januar auf der Jahresmitgliederversammlung des Waldbauvereins Prüm eine Rede zur aktuellen Forstpolitik in Rheinland-Pfalz gehalten. Griese sagte: „Bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen wie die Erhaltung der biologischen Vielfalt, Klimaschutz und Energiewende, oder die Sicherung des Rohstoffes Holz spielen die privaten und kommunalen Waldbesitzenden eine wichtige Rolle und sind daher für die Landesregierung wichtige Partner. Die rheinland-pfälzischen Waldbesitzer besitzen drei Viertel der rheinland-pfälzischen Wälder und sie sind in der Lage, die Menschen vor Ort zu erreichen.“
Die rheinland-pfälzischen Wälder weisen bereits eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit auf, erläuterte Griese. Dies zeigt der hohe Anteil an Natura 2000 Gebieten. Im Rahmen der multifunktionalen Forstwirtschaft sei es hier gelungen, Naturschutz und Nutzung erfolgreich miteinander zu verbinden. „Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Verlustes an biologischer Vielfalt sind aber weitere wichtige ökologische Akzente zu setzen. Wir betrachten hierbei Nachhaltigkeit ganzheitlich und stellen bewusst Schutz und Nutzung gleichrangig nebeneinander“, so Griese.
In diesem Zusammenhang ist auch das Biotopbaum-, Alt- und Totholzkonzept für den Staatswald (BAT-Konzept) zu sehen. Dieses Konzept dient dazu, Schutz und Nutzung in Einklang zu bringen. Die Vielfalt der Arten in unseren Wäldern ist ein Natur-Kapital, das wir erhalten und, dort wo geboten, entwickeln wollen.“
Neben dem Klimaschutz und dem Schutz der Biodiversität ist die Ressourceneffizienz und damit die Rohstoffsicherung einer der wichtigsten Bausteine der EU-Strategie 2020. Griese betonte: „Ich bekenne mich ausdrücklich zur Holznutzung in unseren Wäldern. Holz ist der Nachhaltigkeitsrohstoff der Zukunft. Wir haben daher ausdrücklich in unserem Koalitionsvertrag festgelegt, dass die „Clusterinitiative Forst und Holz“ fortgesetzt wird. Mit der Clusterinitiative wollen wir die Holznutzung und  –verwendung im Baubereich steigern, um so einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und Ressourceneffizienz durch Kaskadennutzung erreichen sowie die Absatzmärkte stabilisieren als Fundament für die heimische Waldbewirtschaftung und regionale Holznutzung und dafür Sorge tragen, dass von der Wertschöpfungskette alle Glieder profitieren, also auch die Waldbesitzenden.“
„Zusammen mit dem Waldbesitzerverband und den Forstbetriebsgemeinschaften unternehmen wir große Anstrengungen, um die Waldbesitzenden für die Bewirtschaftung ihres Waldes zu gewinnen“, so Griese.
Im Bereich der Wiederaufforstung sei eine geänderte Ausrichtung bezüglich der Förderung von Mischkulturen geplant. Hier werden zukünftig deutlichere Akzente auf das Laubholz gesetzt, erklärte der Staatssekretär.
 

Waldbauverein Prüm

 
MULEWF

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