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Thema auf der Versammlung war unter anderem die Technikerschule

Jahreshauptversammlung der Forsttechniker

Der Tagungssaal in Lohr a. Main war am 6. Juni trotz brütender Temperaturen gut besucht, als der Forsttechnikerverband e.V. zur Jahreshauptversammlung lud.

Nach einer herzlichen Begrüßung der Mitglieder und Gäste las der 1. Vorsitzende des Verbandes Ralf Herrmann aus dem Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres vor. Die Liste an Vereinsaktivitäten war lang, spannend und abwechslungsreich. An Engagement mangelte es insbesondere auch von Seiten der angehenden Forsttechniker nicht, die stets motiviert die Vereinsarbeit unterstützten. Ein großer Teil der Aktionen zielten darauf ab, den staatlich geprüften Forsttechniker auch über Bayerns Grenzen hinaus bekannter zu machen. Beispiele hierfür waren ein gelungener Messeauftritt auf der Forst live in Offenburg sowie der erstmalige Austausch mit der Forstkammer Baden-Württemberg. Modernisiert wurde die Internetpräsenz www.forsttechniker.de.

Technikerschule für Waldwirtschaft

Erfreulicherweise gelang es auch in diesem Jahr, einen Vertreter der Technikerschule für Waldwirtschaft als Gastreferenten zur Sitzung laden zu können. Der stellvertretende Schulleiter Christof Welzenbach gab den Anwesenden einen kurzen Einblick in aktuelle Abläufe und geplante Neuerungen. Er sprach unter anderem von altersbedingten Abgängen beim Forstschulpersonal. Man werde die Stellen jedoch neu besetzen, nicht zuletzt, um der steigende Zahl an Studierenden an der Forst- und Technikerschule gerecht zu werden.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Frage, ob und in welchem Rahmen die Absolventen der Technikerschule für Waldwirtschaft bereits erbrachte Leistungen im Falle eines nachfolgenden Studiums an einer forstlichen Hochschule bzw. Universität angerechnet bekommen können. Bisher gibt es trotz intensiver Bemühungen seitens des Verbands als auch der Leitung der Technikerschule keine verbindliche Vereinbarung, wie sie es bei anderen Berufszweigen (Weinbautechniker) gang und gäbe ist. Einen Erfolg konnte hier jedoch ein Forsttechniker erzielen, dem im Rahmen einer Einzelfallbeurteilung durch die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Studienfach „Waldwirtschaft und Umwelt“ bestimmte Themenkomplexe in Form von 43 ECTS Punkten anerkannt wurden.

Satzungsänderungen

Der Vorsitzende Ralf Herrmann schlug eine Änderung der Vereinssatzung vor. Hiermit wurde die Möglichkeit geschaffen, Fördermitglieder aufzunehmen, die den Verein unterstützen möchten. Mehr dazu unter www.forsttechniker.de. Diese Satzungsänderung nahm der Vorstand gleich noch zum Anlass, für den doch recht langen Vereinsnamen „Vereinigung der Forsttechniker“ eine eingängigere Bezeichnung zu wählen. Hierfür wurden die Mitglieder im Vorfeld um Ideen und Anregungen gebeten, wobei sich schließlich der etwas kürzere und prägnante Vereinstitel „Forsttechnikerverband“ herauskristallisierte. „Wir mussten einen Namen finden, an dem das Essentielle, also der Forsttechniker, an erster Stelle steht“, so Herrmann.

Vorstandswahlen

Auch die im dreijährigen Turnus anstehenden Neuwahlen standen auf der Tagesordnung. Neben der Wiederwahl der 1. und 2. Vorsitzenden Ralf Herrmann und Martin Friedrich sowie des Kassierers Thomas Roth, gibt es nun ein neues Gesicht im Vorstand: Marius Kobrow, 24 Jahre alt, aus dem aktuellen Forsttechnikerjahrgang übernimmt zukünftig die Nachfolge des langjährigen Schriftführers Stefan Wurst, der leider aus zeitlichen Gründen seinen Posten niederlegen musste.

Martin Friedrich

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