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Jagdstrecke 2018/19 in Thüringen

Wie das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft informiert, wurde im Jagdjahr 2018/19 (1. April 2018 bis 31. März 2019) beim Schwarzwild eine Jagdstrecke von 29.458 Stück erzielt (der Rekordwert betrug im Vorjahr 41.897 Stück). Die Jagdstrecken des Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwilds entsprechen in etwa den Werten der Vorjahre.

Die Jagdstrecke beim Rotwild ist mit 6.042 Stück im Vergleich zum Vorjahr um 4 % gesunken. Die Streckenergebnisse beim Dam- und Muffelwild weisen nur geringe Änderungen zum Vorjahr auf. Beim Rehwild stieg die Jagdstrecke um 2 % auf 40.121 Stück.

Die Zahl der erlegten, verunfallten und verendet aufgefundenen Waschbären lag in diesem Jagdjahr bei 10.767 Stück (Vorjahr: 12.389 Stück).

Der Anteil des verendet und verunfallten Rehwildes liegt bei 10,5 % der Jagdstrecke. Bedenklich ist der hohe Anteil an Fall- und Unfallwild beim Feldhasen. Hier liegt der Anteil bei fast 60 %. Der Anteil des verendet und verunfallten Schwarzwildes liegt bei etwa 2,6 % der Jagdstrecke.

Gefahr der Afrikanischen Schweinepest

Die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist nach wie vor nicht gebannt. Aus den Nachbarländern Polen und aktuell in Belgien werden neue Fälle gemeldet. Um eine Ausbreitung der ASP vorzubeugen empfiehlt das Thüringer Forstministerium eine weiterhin konsequente Bejagung des Schwarzwildes. Insbesondere weist Sie auf die jagdbezirksübergreifende Bejagung von Frischlingen und Überläuferbachen zur Regulierung des Bestandes hin.

Thüringens Forstministerin Birgit Keller sieht einen weiteren Anreiz in der Zahlung von Aufwandsentschädigungen. So erhalten seit 1. Mai 2018 Jagdausübungsberechtigte und Jagdhundeführer für ihr Mitwirken an der Reduktion der Wildschweinbestände Thüringens pauschale Festbeträge (ASP-Aufwandspauschalen-Jagd) mit dem Ziel, einen Ausgleich für den entstehenden Aufwand und damit einen Anreiz für die verstärkte Bejagung des Schwarzwilds zu geben. Bei Erfüllung der Voraussetzungen werden 25 € für jedes erlegte Schwarzwild und jeden Jagdhunde-Einsatz anlässlich jagdbezirksübergreifender Drück- und Treibjagden auf Schwarzwild gezahlt.

Im Doppelhaushalt der Jahre 2018/2019 sind bis zu 3 Mio. € für jagdliche Maßnahmen zur Vorbeugung vor der Tierseuche ASP vorgesehen. Für die Auszahlung der ASP-Aufwandspauschalen-Jagd wurde das „Stellen von Begehren“ als rechtssicheres, einfaches und damit effizientes Verfahren gewählt.

Red./TMIL

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