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Jagdschutzverband zur Waldstrategie 2020

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) nimmt mit Interesse die von der Bundesregierung beschlossene Waldstrategie 2020 zur Kenntnis, lehnt aber die missverständliche Formulierung bezüglich der Rolle der Jagd ab.

Als Handlungsziel wird darin formuliert: Die Jagd dient einer nachhaltigen Forstwirtschaft im besonderen Maße. Dies darf aber laut DJV nicht so verstanden werden, dass die Jagd nur für die Forstwirtschaft da sei. „Die Jagd kann und muss die Ziele der Forstwirtschaft unterstützen, ist dieser aber nicht untergeordnet“, erklärten DJV Präsident Hartwig Fischer und Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen und zuständig für Waldfragen im DJV-Präsidium: „Der Wald ist nicht nur forstliche Produktionsstätte, sondern auch Lebensraum für vielerlei Tier- und Pflanzenarten.“

Die Bundesregierung stellt in der Waldstrategie 2020 klar, dass die gesetzlichen Instrumente des Jagdrechts ausreichen, um die Interessen von Forstwirtschaft und Jagd in Einklang zu bringen. Dies begrüßt der DJV. Die Möglichkeiten, Probleme auf örtlicher Ebene zu lösen, sind vorhanden und müssen konsequent genutzt werden. „Natürlich muss die Jagd die berechtigten Interessen der Forstwirtschaft berücksichtigen. Sicher ist, wenn beide partnerschaftlich zusammenarbeiten sind Forstwirtschaft und Wild kein Gegensatz“, betonte Fischer.

Nach Auffassung des DJV darf sich die in der Waldstrategie 2020 betonte Notwendigkeit der Bewahrung der Biodiversität nicht nur auf Arten beschränken, die ökonomischen Nutzen besitzen. Vielfältige Tier- und Pflanzenarten, wie Kräuter, Gräser, Amphibien und Insekten bilden die Lebensgemeinschaft Wald. DJV Präsident Fischer: „Hier müssen auch Reh und Hirsch ihre Berechtigung haben und dürfen nicht als bloße Forstschädlinge deklassiert werden.“

DJV

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