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Jagd in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jagdjahr (1.4.2018 bis 31.3.2019) insgesamt 156.164 Stück Schalenwild erlegt. Das sind etwa 3.300 Stücken weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Dennoch liegt dieses Streckenergebnis im Verhältnis zum Durschnitt der letzten 10 Jahre auf sehr hohem Niveau“, bewertete der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, die Zahlen.

Beim Schwarzwild waren es im vergangenen Jagdjahr fast 73.200 Stück (2017/2018: fast 86.000 Stück). Dieses hohe Streckenergebnis steht im Zusammenhang mit der Prävention gegenüber der Afrikanischen Schweinepest (ASP), zu der die Landesregierung ausdrücklich aufgefordert und dies auch finanziell unterstützt hat.

Beim Rehwild wurden im Jagdjahr 2018/2019 mit 60.660 Stück rund 7.000 Stück mehr als im Vorjahr erlegt. Beim Damwild steigen die Abschusszahlen seit fünf Jahren kontinuierlich an. Das Streckenergebnis 2018/2019 beläuft sich auf 13.900 Stück (gegenüber 2017/2018 ein Plus von rd. 1.700 Stück mehr).

Beim Rotwild wurden 8.200 Stück erlegt. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (7.242 Stück). Es zeigt sich in den vergangenen sechs Jahren eine deutliche Streckenzunahme.

Beim Raubwild wirkten sich die Krankheitsverläufe von Räude, Staupe und Parvovirose in den Jahren von 2009 bis 2012 deutlich aus. Die Streckenergebnisse von 2011/12 mit den geringsten Strecken beim Fuchs, Waschbär und Marderhund sind im Jagdjahr 2018/19 wieder deutlich gestiegen. So wurden mit etwa 17.600 Füchsen, 6.900 Marderhunden und 15.800 Waschbären wieder deutlich höhere Strecken als in den vergangenen Jahren erzielt.

Natürliche Waldverjüngung besser schützen

Die Abschusszahlen beim Wild haben bundesweit zugenommen, da die Wildbestände insgesamt größer geworden sind. Durch das gute Nahrungsangebot an Eicheln und Bucheckern gehen die Tiere mit einem guten Ernährungszustand in die kalte Jahreszeit. Die besonders milden Winter die vergangenen Jahre hätten zudem dafür gesorgt, dass die Sterblichkeit der Jungtiere deutlich abgenommen hat und einfach mehr Tiere überleben, so Minister Backhaus.

Die hohen Wildbestände wirken sich jedoch negativ auf die natürliche Verjüngung der Baumarten und der Bodenvegetation aus: „In Zeiten des Klimawandels müssen die Jäger gemeinsam höhere Abschusszahlen beim Schalenwild erreichen, um die natürliche Waldverjüngung damit besser zu schützen und um klimaangepasste Wälder zu erreichen.“

Red./LU Mecklenburg-Vorpommern

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