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Jagd- und Artenschutzbericht Schleswig-Holstein 2012

Jagd- und Artenschutzbericht Schleswig-Holstein 2012

Die Vielfalt der Arten in Schleswig-Holstein ist nach wie vor gefährdet. Das geht aus dem Jagd- und Artenschutzbericht 2012 hervor, den Umweltminister Robert Habeck am 7. Dezember in Kiel vorgestellt hat. „Rebhühner, Wiesenvögel wie die bedrohte Uferschnepfe und Schleiereulen gehören zu den Sorgenkindern. Es sind große, gemeinsame Anstrengungen nötig, um dem Rückgang der Bestände zu begegnen“, sagte der Minister. Allerdings gebe es auch erfreuliche Entwicklungen. So erweist sich der Sperlingskauz als ständiger Brutvogel und ist damit die achte Eulenart in Schleswig-Holstein.
Während der Bestand verschiedener Niederwildarten zurückging, liegt er bei den Schalenwildarten etwa Rehwild, Schwarzwild und Damwild weiter auf hohem Niveau. „Hier sind die Jägerinnen und Jäger weiterhin aufgefordert, im Interesse der Landeskultur angemessen und konsequent in die Bestände einzugreifen“, sagte Habeck. Beim Schwarzwild reduzierte sich die Jagdstrecke 2012 um 43 Prozent, weil die vorangegangenen Winter streng waren. Dennoch gibt es viele Klagen über Schäden. Eine starke Bejagung ist nach Einschätzung des Ministeriums weiterhin nötig, weil sich ein Wiederanstieg der Bestände bereits abzeichnet. Aber auch Landwirte sind gefragt, etwa durch Schneisen in den Maisfeldern die Bejagung von Wildschweinen zu erleichtern.
Bedenklich nannte Habeck die hohe Zahl der Wildunfälle. Etwa jedes vierte Reh der Gesamtstrecke (rund 50 500 Rehe) starb bei einem Verkehrsunfall. Hier gibt es viele Ansätze, um die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren, zum Beispiel Abschreckungsmaßnahmen an den Straßen durch Licht- oder Duftreize. Das neu ins Leben gerufene Totfundkataster soll helfen, Schwerpunkte des Unfallgeschehens zu ermitteln.
MELUR

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