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Jäger und Waldbesitzer wollen am bayerischen Jagdrecht und Reviersystem festhalten

Jäger, Waldbesitzer und Staatsregierung wollen weiter am bewährten bayerischen Jagdrecht und Reviersystem festhalten. Das haben Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der Präsident des Bayerischen Jagdverbands, Prof. Jürgen Vocke, und der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Sepp Spann, am 1. März in München bei einem Gespräch zu aktuellen jagdpolitischen Fragen bekräftigt. Man war sich einig, dass der unverzichtbare Beitrag der Jagd zum Erhalt einer vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft nur dann dauerhaft gesichert werden kann, wenn auch künftig eine grundstücksübergreifende Hege und Bejagung des Wildes möglich ist. Vor diesem Hintergrund begrüßte der Minister die am 28. April vom Bundestag beschlossene Änderung zum Bundesjagdgesetz. Damit werde das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zur Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften rasch umgesetzt und vor allem so, dass das in Deutschland und Bayern bewährte Jagd- und Reviersystem nicht gefährdet wird.

Über Anträge, die Jagd auf einzelnen Grundstücken zu untersagen, entscheiden künftig die Landesbehörden nach Anhörung aller Betroffenen. Bei der Abwägung werden laut Brunner die Belange des Gemeinwohls eine entscheidende Rolle spielen. Der Minister will sich in jagdpolitischen Fragen weiter eng mit den Verbänden abstimmen. Bereits in der nächsten Woche ist dazu ein Treffen mit dem Präsidium des Landesjagdverbandes geplant.

StMELF

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