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Italien erkennt Brettsperrholz als erdbebensicheren Baustoff an

Die neuen italienischen Baubestimmungen („Norme Tecniche per le Costruzione“ – NTC) ermöglichen einen leichteren Einsatz von Holz am Bau. Die Bestimmungen haben bereits den nationalen technischen Baurat in Rom durchlaufen und müssen nun im Amtsblatt veröffentlicht werden. Dies sollte noch in diesem Jahr erfolgen.
Unter der Leitung von Univ.-Prof. Maurizio Piazza, Institut für Tragwerkslehre Universität Trient, konnten die Bestimmungen in mühevoller Facharbeit positiv für den Einsatz von Holz beeinflusst werden.
Brettsperrholz wird erstmals in den nationalen Bauvorschriften geregelt. Der für statische Bemessungen herangezogene Sicherheitskoeffizient für Baumaterialien aus Holz wird leicht herabgesetzt (von 1,45 auf 1,35), sowohl für Brettsperrholz als auch Brettschichtholz aus überwachter Produktion.
Die auf eine Gebäudestruktur einwirkenden Kräfte eines Erdbebens hängen vom Gewicht der Struktur, der Elastizität und der Möglichkeit, die Kräfte abzuleiten, ab. Letztere Eigenschaft (q) hat maßgeblichen Einfluss auf die Kosten eines Bauwerks. Nun werden erstmals Konstruktionen mit Brettsperrholz in die Regelungen für die Erdbebensicherheit aufgenommen: mit einem Quotienten (q) von 2,5. Dies ist eine deutliche Verbesserung. Bisher wurde in der Praxis, beispielsweise beim Bauvorhaben der Via Cenni in Mailand mit einem Quotienten von 1 gerechnet.
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