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Ein Hektar Weihnachtsbaumkultur bindet in zehn Jahren 145 t Kohlendioxid (CO₂), 300 t Staub und produziert umgekehrt 100 t Sauerstoff.

Ist der Weihnachtsbaum ökologisch korrekt?

Ja, wobei Einkauf und Entsorgung die ökologische Bilanz der christlichen Festbäume maßgeblich beeinflussen. ThüringenForst, einer der größeren Anbieter heimischer und zertifizierter Weihnachtsbäume, erklärt warum dies so ist.

Rund 1 Mio. Weihnachtsbäume werden bis Heiligabend in Thüringen verkauft sein. Von der kleinen Tischfichte bis hin zum 30-Meter-Weihnachtsbaum für den Marktplatz. Da stellt sich schnell die Frage nach der ökologischen Bilanz der christlichen Festbäume. Ist ein Weihnachtsbaum noch zeitgemäß, wo doch der Wald stirbt und das Klima entgleist. ThüringenForst, einer der größeren Anbieter heimischer und zertifizierter Weihnachtsbäume, gibt hierzu Entwarnung: Niemand braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er zum Baum greift.

Ökologische Bilanz schon beim Kauf beeinflussbar

„Wer Weihnachtsbäume aus naturverträglichem Anbau und einen regionalen Anbieter mit zertifizierten Bäumen wählt, hat schon mal viel richtig gemacht“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Denn derartige Bäume, die in den meisten der 24 Thüringer Forstämter angeboten werden, haben keine langen und damit CO₂-intensiven Transportwege hinter sich und wurden nicht mit Dünge-, Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt. Im Gegenteil: Ein Hektar Weihnachtsbaumkultur bindet in zehn Jahren 145 t Kohlendioxid (CO₂), 300 t Staub und produziert umgekehrt 100 t Sauerstoff.

Weihnachtsbäume haben eine interessante Nachnutzung

Viele Gemeinden und Städte sammeln im Januar ausgediente Weihnachtsbäume, auch Feuerwehren und Pfadfinder bieten oft eine gesammelte Entsorgung an. Wichtig: Der Baum sollte komplett von Lametta und sonstigem Weihnachtsschmuck befreit sein. Die Stadt Berlin verbrennt die Bäume im Heizkraftwerk und versorgt so 500 Haushalte ein Jahr mit Strom und Wärme. Leipzig kompostiert die gesammelten Bäume und gewinnt daraus später Humus. Gleiches geht im eigenen Garten auf dem Komposthaufen. Wer den nicht hat, nutzt die Biotonne für den zerkleinerten Baum. Eine Abgabe als Tierfutter in Tierparken ist hingegen nur Händlern und auch nur für die unverkauften und garantiert lamettafreien Bäume erlaubt. Hobbygärtner können die Äste ggf. mehrschichtig über frost-empfindliche Pflanzen legen – oft genug konzentrieren sich die harten Frosttage im Freistaat auf Januar und Februar.

Weihnachtsbäume liefern auch im Kleinen grüne Energie

Wer einen Ofen hat, kann den Baum natürlich als Brennstoff verwenden. Dank der geringen Astdurchmesser ein ideales Anzündholz, was den synthetischen Kaminanzünder spart. Allerdings nicht in diesem Winter, sondern erst im nächsten. Da der Baum noch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt hat, verlodert er mit geringem Brennwert und einer über den gesetzlichen Grenzwerten liegenden starken Rauch- und Feinstaubentwicklung. Ein Feuchtegehalt von maximal 25 % ist vorgeschrieben, diesen erreicht der Baum erst nach monatelanger Trocknung. So leistet der ausgediente Weihnachtsbaum, ganz im Sinne der forstlichen Kaskadennutzung, sogar noch einen Beitrag als Reststoff in der bioenergetischen Bilanz des Freistaats.

Zurück in den Wald darf der Baum nicht

„Zurück in den Wald ist hingegen keine gute Idee“, so Gebhardt abschließend. Die widerrechtliche Entsorgung im Forst erfüllt den Tatbestand der Waldverunreinigung und hat ein Bußgeld zur Folge. Zudem sind derartige Waldvergehen allzu schnell der Ausgangspunkt für weitere gesetzeswidrige Hausmüllablagerungen im Wald. Und auch der trendige Weihnachtsbaum mit Ballen, für dessen spätere Auspflanzung geworben wird, gehört nicht in den Wald. Er hat als Exot in der heimischen Flora nichts verloren und sollte im Garten eingepflanzt werden.

ThüringenForst

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