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Eine alleinige Betrachtung der Senkenleistung ignoriert weitere klimarelevante Wirkungen durch Holzverwendung und ist daher irreführend.

Irreführend im Klimaschutzbericht

Zum weltweit gestiegenen CO₂-Ausstoß erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der Freien Demokraten und einzige Förster im Deutschen Bundestag, Dr. Christoph Hoffmann, MdB:

Dem weltweit weiter gestiegenen CO₂-Ausstoß kann effektiv nur mit mehr Wald begegnet werden. Wir brauchen mehr Wald für den Klimaschutz. Ob national oder international ist für das Klima letzten Endes nicht ausschlaggebend und muss vor dem Hintergrund der Effizienz entschieden werden. Auch der UN Emission Gap Report im Vorfeld der Klimakonferenz in Kattowitz betont die Wichtigkeit von Restauration und Erhalt des Regenwaldes für den Klimaschutz. Die Bundesregierung muss daher dringend global tätig werden und sich für multilaterale Abkommen zum Erhalt des Waldes sowie zur Aufforstung einsetzen.

Der Entwurf des Klimaschutzberichtes der Bundesregierung für 2018 ist hier irreführend. Bundesministerin Svenja Schulze hat die Dringlichkeit der CO₂-Bindung für den Klimaschutz nicht verstanden, wenn sie dem Wald national und international seine CO₂-Bindefunktion abspricht. Während Acker- und Grünland sich immer mehr zur CO₂-Quelle entwickeln, erzielen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung bei Zunahme von Waldfläche und Holzvorräten in Deutschland weiterhin eine CO₂-Senkenleistung. Die CO₂-Bindung durch Wald ist nur ein Aspekt der zahlreichen Klimaschutzleistungen. Eine alleinige Betrachtung der Senkenleistung ignoriert weitere klimarelevante Wirkungen durch Holzverwendung und ist daher irreführend.

Büro Dr. Christoph Hoffmann, MdB

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