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Iphöfer Wertholzsubmission: Fünfstelliger Erlös für Riegelahorn

Iphöfer Wertholzsubmission: Fünfstelliger Erlös für Riegelahorn

Am 13. März fand die Eröffnung der Gebote zur Iphöfer Wertholzsubmission in der Geschäftsstelle der Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen statt. Dabei wurde ein Stamm besonders hoch beboten. Den Zuschlag für den Riegelahorn aus den Wäldern der Fürstlich Castell’schen Forstverwaltung erhielt die Firma Mehling & Wiesmann GmbH für 11.333,-€/Fm.
Gut zwei Wochen hatten interessierte Holzkäufer die Gelegenheit, auf vier Lagerplätzen besonders wertvolle Stämme der Forstbetriebsgemeinschaften Haßberge, Schweinfurt, Main Steigerwald, Kitzingen, Ansbach-Fürth, Rimpar, Arnstein, Feuchtwangen, Rothenburg o.T., Neustadt/A.-Uffenheim sowie des Bayerischen Staatsforstbetriebs Rothenburg zu begutachten und ihre Angebote an die federführende Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen mit Sitz in Iphofen zu senden.
Der Iphöfer Wertholzplatz bot dabei eine besondere Attraktion. Unter den angebotenen Stämmen der Fürstlich Castell’sche Forstverwaltung befand sich ein seltener Riegelahorn, dessen gewellter Stammwuchs eine feine und heiß begehrte Holzmaserung zur Folge hat. Diese Laune der Natur findet sich nur äußerst selten und ist daher auf dem Holzmarkt stark gesucht. So sehr gesucht, dass Holzkäufer bereit sind, dafür Summen im fünfstelligen Bereich zu zahlen. In diesem Fall ging der Zuschlag an das Gebot der Firma Mehling & Wiesmann GmbH für 11.333,- € pro Festmeter. Der 4,6m lange und 60cm starke Stamm wurde bereits in das Sägewerk nach Lohr a.M. abtransportiert.
Dieter Rammensee, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen und verantwortlich für die Organisation der Submission sowie für den Iphöfer Wertholzplatz, zeigte sich zufrieden über die Ergebnisse der diesjährigen Submission und war im Besonderen von dem Juwel auf seinem Lagerplatz begeistert: „Es freut mich, zu zeigen, dass auch im Privatwald hohe forstwirtschaftliche Ergebnisse erzielt werden können.“
Auf der diesjährigen Submission wurden 1895 Fm Wert- und Schneideholz angeboten, rund 500 Fm mehr als im Vorjahr. Mit 1070 Fm lag der Schwerpunkt dabei auf Eichenholz, die restlichen Festmeter verteilten sich auf Eschen-, Buchen- und Buntlaubholz sowie Stammholzlose. Zudem wurden in diesem Jahr 54 Fm Nadelholz angeboten, 50 Fm mehr als im letzten Jahr. Ein Festmeter Eiche erbrachte im Durchschnitt einen Erlös von 396,26 € (Auflistung der Einzelerlöse pro Baumarten siehe Tabelle in Bildergalerie).
Vergleicht man die Erlöse mit dem Vorjahr, fällt ins Auge, dass der Eichen.preis leicht gefallen ist. Dies ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass einige schlechtere Eichen aus Kleinstprivatwäldern sowie Eichen aus kalamitätsbedinger Nutzung angeboten wurden. Besonders hervorzuheben gelten die gestiegenen Erlöse für die seltenen Baumarten wie Elsbeere mit 434,79 € (Vorjahr: 58,00 €), Speierling mit 610,95 € (Vorjahr: 341,04 €) und Nussbaum mit 639,10 € (Vorjahr: 166,85 €).
Die Käuferbeteiligung war mit 25 Firmen zufriedenstellend sowie deren Herkunft ein Ausdruck für die internationale Bedeutung der Iphöfer Wertholzsubmission. Neben vier Sägewerken aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen besuchten drei französische Holzeinkäufer die Lagerplätze und gaben ihre Gebote ab. Trotzdem erhielten bis auf zwei Interessenten alle einen Zuschlag für eines ihrer Gebote und konnten somit einen erfolgreichen Holzeinkauf vorweisen.
FBG Kitzingen

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