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Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft.

IPCC Sonderbericht: Wälder schützen das Klima

Vom 2. bis 6. August 2019 fand in Genf die 50. Plenarsitzung des Intergovernmental Panel on Climate Chance (IPCC) statt. Der Weltklimarat stellte am 8. August einen neuen Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL) vor, der sich vor allem an politische Entscheidungsträger richtet.

„Der Bericht zeigt sehr deutlich, dass wir verantwortungsvoll mit unseren natürlichen Ressourcen insbesondere dem Wald umgehen müssen, wenn wir unsere Lebensgrundlage erhalten wollen“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR).

„In Zeiten des Klimawandels kommt einer nachhaltigen und aktiven Forstwirtschaft in Deutschland eine ganz besondere Rolle zu, weil sie Teil der Lösung ist“, erklärte Schirmbeck. Global verlieren wir Wald, mit negativen Folgen für das Klima und die Gesellschaft. Im weltweiten Vergleich nimmt die Waldfläche in Deutschland kontinuierlich zu. „Damit steht es in unserer Verantwortung, als Vorbild voranzugehen und einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz durch die nachhaltige Nutzung unserer heimischen Wälder und des nachwachsenden Rohstoffes Holz zu leisten. Nur wenn wir den erneuerbaren Rohstoff Holz nutzen wird es außerdem gelingen, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern“, betonte Schirmbeck.

Eine nachhaltige, aktive Bewirtschaftung des Waldes in Deutschland ist für den Klimaschutz somit unverzichtbar. Wald und Holz leisten gemeinsam einen Klimaschutzbeitrag von 127 Mio. t CO₂-Äquivalenten pro Jahr und gleichen damit rund 14 % der gesamten CO₂-Emissionen Deutschlands aus.

Vor dem Hintergrund der aktuell bundesweit zunehmenden Klimaschäden am Wald forderte Schirmbeck die Bundesregierung auf, den Klimaschutz ernst zu nehmen und wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen. „Der Wald ist unser wichtigster Verbündeter im Klimaschutz. Deshalb setzen Waldbesitzende und Forstleute alles daran, den Wald in seinem Bestand zu erhalten und an den Klimawandel anzupassen“, betonte Schirmbeck.

„Das ist eine Jahrhundertaufgabe für die Forstwirtschaft! Deshalb müssen wir darüber nachdenken, die Gesellschaft an den Kosten für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu beteiligen“, sagte Schirmbeck und schlägt unter anderem im Bundeshaushalt ein neues Kapitel Wald vor, das aus den Einnahmen der CO₂-Bepreisung gespeist wird. Wir benötigen jetzt eine langfristige Strategie und Finanzierung zur Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel. Schirmbeck: „Klimaschutz kostet Geld, aber nichts tun kostet die Zukunft!“

DFWR

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