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Inventur im Niedersächsischen Forstamt Nienburg

Inventur im Niedersächsischen Forstamt Nienburg

Anfang Dezember 2010 erhielt das Forstamt Nienburg die neue Inventur mit den Planungsdaten für die nächsten 10 Jahre. Dr. Karen Hauskeller-Bullerjahn vom Niedersächsischen Forstplanungsamt in Wolfenbüttel überreichte Forstamtsleiter Wolfgang Fritzsche das umfangreiche Werk. Ihr Team hatte in einjähriger Arbeit im Stichprobenverfahren die 11.000 Hektar Landeswald analysiert. Aufgrund nährstoffärmerer Sandböden dominieren in Nienburg die Nadelhölzer mit insgesamt 65 Prozent, hieran hat die Kiefer den größten Anteil. Die übrigen 35 Prozent teilen sich überwiegend Eichen und Buchen.
In den vergangenen 10 Jahren wurden über eine halbe Million Kubikmeter Holz geerntet, trotzdem nahm Holzvorrat auf 250 Kubikmeter pro Hektar zu! Dies freut Forstamtsleiter Fritzsche besonders: „Wir haben einen wertvollen und begehrten nachwachsenden Rohstoff geliefert und dabei das Prinzip der Nachhaltigkeit voll gewährleistet.“ Auch sonst kann Frau Hauskeller-Bullerjahn dem Forstamt großes Lob zollen, alle Waldbestände seien vorbildlich gepflegt. Wie überall in den Niedersächsischen Landesforsten spielt der Naturschutz eine wichtige Rolle. Dafür sorgt das Regierungsprogramm LÖWE (Langfristige ökologische Waldentwicklung) mit seinem integrativen Naturschutzansatz auf der ganzen Fläche. Auf 1.200 Hektar werden noch weitergehende Naturschutzziele verfolgt. 220 Hektar der Waldfläche werden gar nicht bewirtschaftet.
Das Zahlenwerk enthält auch wichtige Daten für den künftigen Holzeinschlag: In den nächsten zehn Jahren können weiterhin jedes Jahr über 50.000 Kubikmeter Holz geerntet werden, gleichzeitig wachsen 80.000 Kubikmetern jährlich zu. Aber auch die Verjüngung der Waldbestände seht im Fokus des neuen „Forsteinrichtungswerkes“: Auf 500 Hektar Fläche soll nachgepflanzt werden, dazu kommen noch über 300 Hektar, auf denen sich der Wald auf natürliche Weise selbst verjüngt. Gepflanzt werden vor allem Buchen und Douglasien in Mischbeständen, aber auch Eichenkulturen sind geplant. Eine besondere Rolle könnte im Forstamt – wenn auch im bescheidenen Umfang – die Weißtanne spielen. Sie kommt schon immer in der Försterei Erdmannshausen vor und zeigt wie auch die Douglasie eine gute Resistenz gegenüber Klimaveränderungen.
NLF

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