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Jahr der Wälder in Bayern ein Erfolg

Internationales Jahr der Wälder: Thüringen zieht positive Bilanz

Im Jahr 2011, dem  Internationalen Jahr der Wälder, sind in Thüringen insgesamt mehr als 1,6 Millionen Bäume im Staats-, Kommunal- und Privatwald neu gepflanzt werden. Das Anfang des Jahres ursprünglich gesetzte Ziel von einer Million Bäumen wurde damit übertroffen. „Wer Bäume pflanzt, betreibt aktiven Klimaschutz. Denn die Wälder sind die größten Kohlendioxidspeicher der Erde“, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz am 5. Dezember und zog damit eine positive Bilanz für Thüringen zum Internationalen Jahr der Wälder. Allein in Thüringens Wäldern sind im Holz, der Biomasse und dem Boden insgesamt mehr als 388 Millionen Tonnen Kohlendioxid gebunden. „Das bedeutet, jeder Hektar Aufforstung entzieht der Atmosphäre im Durchschnitt 700 Tonnen dieses Treibhausgases, bis ein ausgewachsener Wald entstanden ist“, so der Minister.
Ebenfalls fanden in diesem Jahr die Wiederaufforstungen nach dem Orkan „Kyrill“ ihren erfolgreichen Abschluss. In diesem Zusammenhang sind allein im Staatswald Thüringens von Herbst 2007 bis heute rund fünf Millionen neue Bäume auf etwa 3000 Hektar Fläche in den Boden gebracht worden. Aufgeforstet wurde in Thüringen dem jeweiligen Standort entsprechend zu zwei Dritteln mit Laubhölzern und einem Drittel mit Nadelhölzern, hier vorwiegend Weißtanne und Douglasie. Damit sollen die Wälder langfristig zu artenreichen und stabilen Mischbeständen umgebaut werden. Auch das nützt dem Klimaschutz, denn arten- und strukturreiche Bestände speichern mehr Kohlendioxid als Monokulturen.
Ein weiterer Schwerpunkt im Internationalen Jahr der Wälder war die Umweltbildung. Bis Oktober 2011 fanden über 900 Veranstaltungen in Thüringen rund um den Wald statt. Die vielen Veranstaltungen und Aktionen waren durch das Engagement zahlreicher Akteure und die gute Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort möglich. Die Sensibilisierung für den Wald und die Natur ist im Kindesalter besonders wichtig und erfolgreich. Über positive Erfahrung mit dem Wald können Wertschätzung und Bewusstsein für die Natur geschaffen werden. Deshalb gab es zahlreiche Aktionen mit Kindern und Jugendlichen, wie Försterwanderungen, Veranstaltungen in den Jugendwaldheimen, Lernen im Grünen Klassenzimmer oder die Waldjugendspiele.
Gleichzeitig ehrte Minister Reinholz die Sieger des Fotowettbewerbes, den das Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen hatte. Unter dem Motto „Wälder für Menschen“, haben sich dafür 365 Personen mit über 900 Einsendungen beworben.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
TMLFUN

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