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Mit Blick auf europäische und internationale Märkte bewertete Dr. Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik die Auswirkungen des aktuellen Handelskonflikts zwischen den USA und China.

Internationale Laubholzkonferenz in Berlin

Am 20. und 21. November fand die International Hardwood Conference (IHC) 2019 in Berlin statt. Das internationale Treffen der Laubholzindustrie zählt zu den wichtigsten Fachtagungen der Branche und zieht alle zwei Jahre eine Vielzahl von Besuchern aus aller Welt an.

Die Veranstaltung der European Organization of the Sawmill Industry (EOS) und der European Timber Trade Federation (ETTF) wurde in diesem Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) in Berlin ausgerichtet.

Die Fachtagung in der Hauptstadt zog 125 Teilnehmer aus 20 Nationen an und knüpft damit an die Erfolge der letzten Jahre an. „Die Vielzahl der Teilnehmer hat verdeutlicht, dass Berlin eine hervorragende Bühne für die IHC 2019 bot. Wir konnten vor Ort veranschaulichen, wie sich der Baustoff Holz in wachsenden Städten neue Märkte erschließen kann und mit ausgewiesenen Experten über weitere Chancen und Potenziale von Laubhölzern diskutieren“, sagt die Vizepräsidentin der EOS Maria Kiefer-Polz.

Kernthemen

Im Zentrum der Fachtagung stehen Analysen und Einschätzungen der aktuellen Marktentwicklung von Experten aus der ganzen Welt. Nach einem relativ positiven Zeitraum im Jahr 2018 haben die europäischen Laubholzmärkte in diesem Jahr die weltweiten Handelsspannungen und die allgemeine Verlangsamung der Wirtschaft zu spüren bekommen, wobei sich die chinesische Nachfrage nach europäischem Laubholz etwas verlangsamt hat. Die Nachfrage in den EOS-Produktionsländern wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,3 % leicht zurückgehen, während die Produktion stattdessen um 0,7 % leicht verlangsamt werden wird.

Neben einem hervorragenden Marktüberblick können die Teilnehmer die abgeleiteten Trends und Besonderheiten einzelner Regionen als Grundlage für ihre langfristige Planung und strategische Ausrichtung nutzen.

Ein weiteres Kernthema war der Klimawandel und seine Folgen für die Forst- und Holzwirtschaft. Im Rahmen dieser Diskussion wurde im Hinblick auf den Waldumbau vor allem über künftige Baumartenverfügbarkeit gesprochen. Die Marktströme von Tropenhölzern wurden auch thematisiert. Derzeit stehen Umweltbelange ganz oben auf der Tagesordnung der politischen Entscheidungsträger. Holzprodukte verfügen über ein enormes Potenzial, um der EU bei der Erreichung ihrer Klimaziele zu unterstützen.

Mit Blick auf europäische und internationale Märkte bewertete Dr. Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik die Auswirkungen des aktuellen Handelskonflikts zwischen den USA und China. Darüber hinaus widmete sich das diesjährige Programm speziell den Chancen von Umweltproduktdeklarationen und Lebenszyklusbetrachtungen.

Resümee und Ausblick

„Die Themen waren in diesem Jahr wieder so vielfältig, wie die Teilnehmer aus aller Welt. Wir können auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, auf der neben dem fachlichen Austausch auch das Knüpfen persönlicher Kontakte nicht zu kurz kam“, resümiert Andreas von Möller, ehemaliger ETTF-Präsident und Moderator der Konferenz, am Ende der Veranstaltung.

Die nächste International Hardwood Conference wird im November 2021 in Frankreich stattfinden.

DeSH/Red.

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