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Jahr der Wälder in Bayern ein Erfolg

Internationale Bonner Waldtage eröffnet

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, eröffnet heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch die Internationalen Waldtage auf dem Bonner Münsterplatz. Über 40 Aussteller aus vier Kontinenten stellen bekannte und weniger bekannte Produkte und Leistungen aus dem Wald vor. „Der Wald hat die Fähigkeit, bei entsprechender nachhaltiger Bewirtschaftung nicht nur in Deutschland, sondern in viel größerem Umfang weltweit eine unvorstellbar große Vielfalt an Produkten und Leistungen zu liefern. Wälder sind nicht nur klassische Rohstofflieferanten, sondern sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, sind im Bereich der Jagd und der Ernährung von großer Bedeutung und nicht zuletzt sind unsere Wälder von hohem Erholungswert für die Menschen und ein bedeutendes Kulturgut“, sagte Bleser.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat sich gemeinsam mit der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Ziel gesetzt, im „Internationalen Jahr der Wälder“ 2011 mit den Bonner Waldtagen einen Ausschnitt aus dem globalen Portfolio des Waldes zu zeigen. Einige Produkte und Leistungen, die auf den Bonner Waldtagen gezeigt werden, sind bekannt. Aber es gibt auch Produkte, die nicht unbedingt dem Wald zugeordnet werden. Dazu zählt der Kaschubaum, der die Cashewnuss liefert und deren Herstellung von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gezeigt wird.
Weltweit dient der Wald heute dem Überleben von rund 1,6 Milliarden Menschen (ein Viertel der Weltbevölkerung), die im oder vom Wald leben. Jährlich werden allerdings derzeit rund 13 Millionen Hektar Wald vernichtet, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein Verlust von unschätzbarem Wert, denn Wälder in Verbindung mit einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung können maßgeblich zur zukunftsfähigen Entwicklung und zur Beseitigung der Armut beitragen. Während die Ausbreitung der Wälder gerade in den tropischen Regionen stark abnimmt, wächst die Waldfläche in anderen Gebieten der Erde. In Deutschland nimmt sie zu: in den letzten 40 Jahren um rund zehn Prozent, beziehungsweise eine Million Hektar. Damit ist aktuell etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands (etwa 11,1 Millionen Hektar) von Wäldern bedeckt. Deutschlands Wälder leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas: Sie speichern über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. 17 Millionen Tonnen CO2 werden durch den Wald jährlich aus der Atmosphäre gebunden.
BMVEL

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