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Interforst Österreich muss saniert werden

Interforst Österreich muss saniert werden

Die Interforst Österreich Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Zeltweg hat am 5.2.2014 beim Landesgericht Leoben Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 233 Gläubiger und 38 Dienstnehmer, die Überschuldung beträgt laut Kreditschutzverbänden rund 4,4 Millionen Euro. Geplant ist die Fortführung und eine Sanierung ohne Eigenverwaltung. Den Gläubigern wird vorerst eine Quote von 20%, zahlbar binnen zwei Jahren angeboten.Das Unternehmen hält Beteiligungen im Ausland (Deutschland, Rumänien) und gründete im Zuge der Expansion auch eigene Tochterfirmen in der Schweiz, Kroatien, Bosnien, Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Diese Töchter haben laut KSV, AKV und Creditreform in jüngerer Vergangenheit zu einem erheblichen Wertberichtigungs- bzw. Abschreibungsbedarf in der Bilanz geführt. Verhandlungen über neue Kreditlinien scheiterten.Die ZukunftspläneDie Kinder des geschäftsführenden Gesellschafters Eduard Pichler sollen die Mehrheit am Unternehmen im Zuge eines Kapitalschnitts samt Kapitalerhöhung übernehmen. Und mit Hilfe eines Kontokorrentkredits (520.000 Euro) soll der kurzfristige Liquiditätsbedarf des Fortbetriebs gesichert werden. Weiters: Eine Filiale soll zugesperrt und deren Mitarbeiter abgebaut werden. Zugleich sollen die Auslandsgesellschaften nur noch gegen Vorauszahlungen beliefert, das Warenlager reduziert und der Online-Handel ausgebaut werden.Diesen Schritt war die deutsche Tochter Interforst GmbH in Seitenroda bereits zum Jahreswechsel gegangen, indem sie ihr einziges Ladengeschäft in Jena-Isserstädt geschlossen hatte. Das Unternehmen ist rechtlich unabhängig vom Mutterhaus in Österreich.

Heinrich Höllerl

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