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INTERFORST 2022: Impulse zum Waldumbau im Klimawandel

Bearbeitet von Rainer Soppa

Viele Leute aus der Forstbranche freuen sich, nach langer Covid-Pause endlich mal wieder die INTERFORST besuchen zu können – auch um Kollegen und Bekannte treffen, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Und Themen gibt es ja aktuell mehr als genug. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir und seine bayerische Kollegin Kaniber habe ihr Kommen zur INTERFORST, die vom 17. bis 20. Juli 2022 in München stattfindet, zugesagt.

Ein Schwerpunkt im Ausstellungsportfolio ist der Dreiklang aus „Zukunft des Waldbaus“, „Waldumbau“ und „Waldzustand“. Das sind die Themen für die Zukunftssicherung des Waldes. Zukunftsorientierte Lösungen und Angebote auf der INTERFORST 2022 sollen für erhöhte Resilienz des Waldes sorgen, den Waldschutz unterstützen und bieten einen besseren Einblick in die Wechselwirkungen im Ökosystem Wald. „Wir sehen bei unseren Ausstellern einen klaren Fokus auf der Frage der Zukunftssicherung“, betont Petra Westphal, Projektleiterin der INTERFORST. „Zahlreiche Anbieter zeigen Methoden und Lösungen auf, um auch künftig die Funktion und die Leistungen des Waldes für unser Ökosystem zu sichern.“

Wokshops, Foren und mehr

Neben dem Angebot der Aussteller zu diesem Themenschwerpunkt bietet auch das Rahmenprogramm zahlreiche Impulse, wie sich die Forstwirtschaft auf die Zukunft einrichten kann. Auf der Sonderschau „Waldumbau“ in Halle B6 wird ein Konzept vorgestellt, wie der Baumartenwechsel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vorankommen muss, um stabile und klimaresiliente Wälder für die kommenden Generationen zu sichern. Im Kongress am 19. Juli nimmt Prof. Dr. Rupert Seidl von der TUM München Stellung zur Frage „Wie resilient ist Europas Wald“ und Prof. Dr. Andreas W. Bitter von der TU Dresden gibt Hinweise zu „Aufforstungsstrategien“. Zusätzlich dazu bietet auch das Forum am 17. Juli und am 18. Juli Vorträge, die das Thema Klimawandel und Waldbau beleuchten.

Die diesjährigen Foren werden gemeinsam mit dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) organisiert.

Das KWF beabsichtigt weiter eine Neuauflage der Prämierung von Neuheiten auszurichten. Die Mitglieder des KWF werden im Vorfeld die Neuheiten bewerten, die dann auf der Messe ausgezeichnet werden. Die Messegesellschaft bietet in Zusammenarbeit mit Forst&Technik täglich einen geführten Rundgang zu den Neuerungen auf der diesjährigen Veranstaltung an.

Aber auch die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) ist am 19. Juli mit einem Workshop „Südost-Europa – Neue Zielmärkte für Forsttechnik“ vertreten. Im Fokus stehen vielversprechende internationale Zielregionen und ihre Marktpotenziale. Im Workshop loten Experten der Regionen sowie bereits erfolgreich vor Ort agierende Unternehmen mit Interesse an weiteren Kontakten die Perspektiven des südosteuropäischen Raumes aus. Der Workshop findet am 19. Juli von 16:00 bis 18:00 Uhr im INTERFORST-Forum in Halle B6 statt. Veranstaltungssprache ist Englisch (voraussichtlich mit deutscher Synchronübersetzung).

DEUTSCHER WALDPREIS 2022

Die Nominierten und die Preisträger des DEUTSCHEN WALDPREISES 2018 mit Rainer Soppa (rechts) und Baron Philip zu Guttenberg (3. von rechts).
Foto: A. Hintz

Wie schon 2018 wird auch in diesem Jahr der DEUTSCHE WALDPREIS auf der Messe übergeben. In diesem Jahr hat der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen und wird anlässlich der Preisverleihung eine Grußbotschaft halten.

In diesem Jahr hat der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Schirmherrschaft für den DEUTSCHEN WALDPREIS übernommen
Foto: Thomas Trutschel/photothek.de

Seien Sie gespannt, wer in diesem Jahr als Waldbesitzer/in, Förster/in bzw. Forstunternehmer/in ausgezeichnet wird. Auch 2022 wird wieder der Sonderpreis Nachhaltigkeit Wald vergeben.

Quelle: Red / Messe München, DLG, KWF