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Interaktive Karte Waldböden

Interaktive Karte Waldböden

Wälder bedecken rund 30 % der Fläche Deutschlands und erfüllen wichtige Funktionen: Wälder sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, produzieren Sauerstoff und ihre Böden reinigen das Regenwasser. Waldböden speichern aber auch Schadstoffe – und sind daher ein guter Gradmesser für die Umweltbelastung.
In einer neuen, interaktiven Karte des Umweltbundesamtes (UBA) lässt sich nun recherchieren, wie hoch die Waldböden mit persistenten, organischen Schadstoffen belastet sind.
  
Chemiealtlasten: Waldböden vergessen nur sehr langsam 
 

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe, die über Jahrzehnte aus dem Stein- und Braunkohleabbau, der Mineralölindustrie oder aus Kaminen in Haushalt und Industrie freigesetzt wurden, finden sich in den Waldböden ebenso wie die seit über 30 Jahren in Deutschland verbotenen polychlorierten Biphenyle (PCB). Auch das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan, abgekürzt DDT, lässt sich heute noch nachweisen.

Die Daten sind ein Spiegelbild der Chemieanwendung und Schadstoffemissionen in beiden Teilen Deutschlands: Vor allem an alten Industriestandorten wie dem Saarland, dem Ruhrgebiet und dem Bitterfeld-Wolfener Chemiedreieck gibt es erhöhte Konzentrationen zum Teil längst verbotener Stoffe. Die gute Nachricht: An den meisten Standorten liegen die Werte unter den Vorsorgewerten der Bundesbodenschutzverordnung.
„Eine direkte Gefährdung der Bevölkerung zeigen unsere Bodenschadstoff-Daten nicht, aber wir können auch keine Entwarnung geben: Böden speichern einmal in die Umwelt entlassene persistente Schadstoffe und werden diese über Jahrzehnte nach und nach freigeben“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.
Die neue Karte basiert auf der Bodenzustandserhebung im Wald (BZE), einem Gemeinschaftsprojekt der Umwelt- und Forstverwaltungen von Bund und Ländern.
 

Zur Karte BZE II, organische Schadstoffe

 
UBA/Red.

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