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Mit Blei geschossenes Wild ist gesundheitsschädlich

Intensivere Reh- und Schwarzwildbejagung im Saarland

„Im Vergleich zu den Vorjahren haben die Jagdstrecken für Rehe und Wildschweine im letzten Jahr bessere Ergebnisse erbracht – das ist gut für den Wald, die Landwirtschaft und hilft Wildunfälle durch zu hohe Wildbestandszahlen zu vermeiden“, so bewertet SaarForst Chef Michael Klein die Ergebnisse der „Regiejagd“ für das Jagdjahr 2009/2010.
Damit erfüllt SaarForst die Vorgaben des noch gültigen Saarländischen  Jagdgesetzes, denn das Gesetz soll unter anderem dazu dienen:
  1. den Wildbestand in seinem natürlichen Artenreichtum gesund und artgerecht zu erhalten und zu fördern sowie seine natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern und zu verbessern,
  2. den Wildbestand so zu regulieren, dass eine Beeinträchtigung der natürlichen Vielfalt von Flora und Fauna möglichst vermieden wird.
Die Abschusszahlen für 2009/2010 ergaben für die Flächen die durch eigenes SaarForst-Personal bejagt werden, dass im Schnitt rund 10 Rehe und mehr als 2 Wildschweine pro 100 Hektar unter strenger Einhaltung tierschutzrechtlicher Aspekte erlegt  wurden. „In einzelnen Jagdrevieren wurden sogar über 25 Rehe auf 100 Hektar Waldfläche erlegt. Diese Ergebnisse liegen weit über dem Landesschnitt und führen dazu, dass nicht nur die Artenvielfalt im Wald gefördert wird, sondern auch das Wild in angepassten Bestandszahlen wesentlich gesünder ist“, so Klein. Besonders gesundes Wild kann man überall dort beobachten, wo Raubtiere wie Wolf und Luchs den gleichen Lebensraum mit Reh und Hirsch teilen und auf natürlichem Weg für einen gesunden, angepassten Wildbestand sorgen.
„Eine ökosystemgerechte Bejagung dient gesamtökologischen und gesellschaftlichen Zielen, verbessert aber auch unmittelbar die Vitalität der Wildtiere und ihrer Lebensräume“, so SaarForst-Direktor Michael Klein.
Hintergrund:
SaarForst kennt die Auswirkungen überhöhter Wildbestände und versucht auf der der sogenannten Regiejagdfläche dieser Entwicklung zu begegnen, so auch durch neue jagdliche Instrumente. Besonders erfolgreich im letzten Jahr war die „Mitarbeiterjagd“. Sie wurde erst am 1. Mai 2009 eingeführt. Allen jagenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SaarForst Landes-betriebes sowie der sonstigen Dienststellen im Geschäftsbereich des Umweltministeriums wurde die Gelegenheit gegeben, einen Teil der Staatswaldfläche zu bejagen. Rund 5.700 Hektar steht den jagenden Forst-Mitarbeitern als sogenannte „Mitarbeiterjagd“ zu Verfügung. Die Jagd wird grundsätzlich außerhalb des Dienstes durchgeführt. Als Gegenleistung für das einbehaltene Wildbret sind bestimmte, klar beschriebene Aufgaben im Revier zu erledigen.
2009 haben 58 Personen Gebrauch von der Mitarbeiterjagd gemacht und auf einer Fläche von rund 5.700 Hektar insgesamt 589 Rehe erlegt. Mit rund 10 erlegten Re-hen pro 100 Hektar liegt das Ergebnis der jagenden SaarForst Mitarbeiter deutlich über dem Gesamt-Jagdergebnis für das Saarland mit rund 6 Rehen pro 100 Hektar.
saarforst

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