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Integration von Zielen und Aufgaben der forstlichen Generhaltung in die periodische Forstbetriebsplanung

Von Heino Wolf, Graupa

Die Erhaltung und Förderung forstlicher Genressourcen stellt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (UNCED, 1992, Rio de Janeiro) dar, das für die Bundesrepublik Deutschland am 21.März 1994 in Kraft getreten ist.Wesentliches Ziel des Übereinkommens ist die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auf den Ebenen der Ökosystemvielfalt,der Artenvielfalt sowie der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten. Die forstliche Generhaltung befasst sich wesentlich mit der Erhaltung von Arten sowie der Erhaltung der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten und trägt somit indirekt zur Vielfalt der Ökosysteme bei.

Das sächsische Waldgesetz geht von dem Leitbild einer multifunktionalen Forstwirtschaft aus, das die gleichrangige Erfüllung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion in sich vereint. Das bedeutet, dass auch die Belange der Erhaltung und Förderung forstlicher Genressourcen im Rahmen der Bewirtschaftung der gesamten Waldfläche berücksichtigt werden müssen. Diese Maßgabe gilt insbesondere für den Staatswald, der zur vorbildlichen Bewirtschaftung des Waldes im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben verpflichtet ist.

Die mit Abstand wichtigste Maßnahme zur Erhaltung forstlicher Genressourcen ist die Erhaltung von Beständen, Gruppen von Bäumen und Einzelbäumen (Generhaltungsobjekte) in-situ. Die In-situ-Erhaltung umfasst die Erhaltung von Beständen und deren natürliche Verjüngung durch eine auf das Erhaltungsziel ausgerichtete Bewirtschaftung. Kleine Vorkommen unter 20 Bäume und Einzelbäume, vor allem von seltenen Baumarten, werden ebenfalls durch eine entsprechende Behandlung des umgebenden Bestandes gefördert. Der Einbindung von Zielen und Aufgaben der forstlichen Generhaltung in den laufenden Forstbetrieb kommt somit eine entscheidende Bedeutung zu.

C:Userschristian.braeuDesktopLöschenKommentar FavoritenBodenfeuchtestufen in SachsenUm diese Einbindung zu gewährleisten, werden im Freistaat Sachsen seit 1994 Bestände, Gruppen von Bäumen und Einzelbäume, die eine besondere Bedeutung für die Generhaltung aufweisen, durch die Sächsische Landesanstalt für Forsten (LAF), Fachbereich Genetik und Züchtung, flächendeckend und besitzartenübergreifend erfasst und dokumentiert.

Bei der Vorbereitung der forstamtsweise durchgeführten Erfassung von Generhaltungsobjekten liefert die Walddatenbank der LAF neben anderen Quellen wertvolle Hinweise für die Auswahl geeigneter Bestände.Bei der Erfassung vor Ort unterstützen die Forstämter die aufnehmenden Mitarbeiter des Fachbereiches Genetik und Züchtung zum Beispiel durch Hinweise auf weitere infrage kommende Bestände und Einzelobjekte. Nach einer eingehenden Überprüfung der Erhaltungswürdigkeit werden die Generhaltungsobjekte als „Wald mit besonderer Generhaltungsfunktion“ ausgewiesen und als Bestandteil der forstlichen Rahmenplanung durch den Fachbereich Forstpolitik der LAF in die Waldfunktionenkarte aufgenommen.

C:Userschristian.braeuDesktopLöschenKommentar FavoritenForstliche Höhenstufen in SachsenIn Abhängigkeit vom Ausmaß ihrer Gefährdung werden die für eine In-situ-Erhaltung ausgewiesenen Generhaltungsobjekte in weiterführende baumartenbezogene Maßnahmen zur Erhaltung ex-situ einbezogen. Zu diesen Maßnahmen gehören die Gewinnung von Pflanzenteilen für die Anlage von Erhaltungssamenplantagen oder Klonsammlungen nach Vermehrung durch Pfropfung, die Ernte von Saatgut für die Einlagerung in die forstliche Genbank Sachsen oder die Anzucht von Pflanzen für die Begründung von Ex-situ-Erhaltungsbeständen. Nach der Anlage von Ex-situ-Erhaltungsbeständen, Erhaltungssamenplantagen oder Klonsammlungen erhalten diese nach Mitteilung durch den Fachbereich Genetik und Züchtung an den Fachbereich Forstpolitik der LAF ebenfalls den Status „Wald mit besonderer Generhaltungsfunktion“ in der Waldfunktionenkarte zugewiesen.

Für die periodische Forstbetriebsplanung durch den Fachbereich Forstplanung, Sachgebiet Forsteinrichtung stellt die Waldfunktionenkarte eine wichtige Planungsgrundlage dar. Im laufenden Forsteinrichtungsverfahren überführt der Forsteinrichter am Bestand die bei der Erfassung als Generhaltungsobjekt festgelegten Ziele in konkrete Maßnahmen für die nächste Forsteinrichtungsperiode und legt diese in der einzelbestandesweisen Planung fest.

Beispiele hierfür sind unter anderen

• die Verlängerung der Umtriebszeit eines Bestandes über das wirtschaftlich erforderliche Maß hinaus,
• die natürliche Verjüngung des Bestandes, wenn es der Gesundheitszustand erfordert,
• die künstliche Verjüngung mit im Bestand gewonnenen Vermehrungsgut bei Ausbleiben der natürlichen Verjüngung,
• die vorsichtige Freistellung einzeln oder gruppenweise beigemischter Exemplare von seltenen, zu erhaltenden Baumarten,
• die Förderung der Kronenentwicklung im Altbestand oder
• die ausdrückliche Berücksichtigung von seltenen und gefährdeten Baumarten bei der Begründung von Beständen.

Im Regelfall erfolgt die waldbauliche Planung in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Mitarbeiter des Fachbereiches Genetik und Züchtung.

Nachdem das Forsteinrichtungswerk in Kraft getreten ist, leitet das Forstamt aus der mittelfristigen Planung die jährliche waldbauliche Planung entsprechend den Zielen der Generhaltung ab. Der Vollzug der Maßnahme wird anschließend im Revierbuch dokumentiert.

Von Beginn 1994 bis Ende 1998 wurden in 24 sächsischen Forstämtern und einem Stadtforstamt ca. 1.250 Bestände mit einer Fläche von ca. 3.000 ha sowie von 3.800 Einzelbäumen als Wald mit besonderer Generhaltungsfunktion durch die LAF erfasst und ausgewiesen. Insgesamt konnten 36 Baumarten und Baumartengruppen berücksichtigt werden.

Die Integration von Zielen und Aufgaben der forstlichen Generhaltung über die Erfassung von Generhaltungsobjekten in der Waldfunktionenkarte und über die mittelfristige Forstbetriebsplanung in den laufenden Forstbetrieb stellt somit einen bedeutenden Beitrag der sächsischen Fortsetzung S. 11 unten Landesforstverwaltung zur Umsetzung des Abkommens über die biologische Vielfalt im Landeswald dar. Die Struktur und Organisation der LAF bietet durch die Zusammenarbeit aller relevanten forstlichen Disziplinen unter einem Dach die Gewähr für eine unverzügliche Umsetzung von Maßnahmen der Generhaltung in den landeseigenen Forstbetrieben. Eine entsprechende Förderung und Umsetzung von Maßnahmen der forstlichen Generhaltung im Privat- und Kommunalwald ist dagegen zurzeit ein in der gesamten Bundesrepublik Deutschland nur in Ansätzen gelöstes Problem.

Das Standortserkundungsverfahren zählt zu den kombinierten Methoden, d.h. die Standortsansprache berücksichtigt boden-/standortskundliche Elemente (Klima, Geologie, Geomorphologie, Boden, Feuchte) und vegetationskundliche Aspekte einschließlich waldgeschichtlicher Ergänzungen. Kartierungseinheit ist die Standortsform (topische Ebene), in ihr werden ähnliche Einzelstandorte mit gleicher ökologischer Wertigkeit zusammengeschlossen. Waldbaulich gleichwertige Standortsformen werden in Standortsformengruppen als forstökologisch überregionale Auswerteeinheiten zusammengefasst.

Klimastufen bezeichnen größere Räume mit ähnlichen Merkmalen des Makro- und Mesobzw. des Geländeklimas (Feuchte, Temperatur, Lage, Vegetation). Die Klimastufen werden durch die Höhenstufen und weiter durch Klimafeuchtestufen charakterisiert.

Flächenmäßig bedeutsame Waldtandorte nach Bodenfeuchte und Nährkraftstufen
 

Die Bodenfeuchtestufen werden entsprechend den Merkmalen Wassereinfluss, Bodenform (Bodentyp), reliefbedingte Lage und Stamm-Vegetationsform ausgeschieden.

In den Nährkraftstufen sind hinsichtlich der Nährstoffausstattung ökologisch gleichwertige Bodenformen zusammengeschlossen. Die Skala reicht von A (arm) über Z (ziemlich arm), M (mittel), K (kräftig) bis zu R (reich).Die waldbauliche Bedeutung der Nährkraft gegenüber dem Makroklima nimmt in den einzelnen Höhenstufen entsprechend den stärker einwirkenden Klimaextremen von den Unteren Lagen zu den Kammlagen hin ab.

Auf der chorischen (Chore = charakteristischer Naturraum bzw. Arealtyp) Ebene werden durch Vernetzungsanalysen oder anhand von Standortsketten (Catenen) ökologisch ähnliche Bereiche zusammengeschlossen. Das erste Ergebnis sind Mosaikbereiche.Die Abgrenzungen umfassen die Gesamtlandschaft. Sie sind ein Beitrag der Forstlichen Standortserkundung zu einer zweigübergreifenden Landschaftsgliederung und -bewertung. Eine weitere Zusammenfassung erfolgt zu Wuchsbezirken und auf höherer, makrochorischer Ebene zu Wuchsgebieten.

Drei streifenförmig in W-O-Richtung ausgerichtete Standortsregionen lassen sich in Sachsen voneinander abgrenzen (Abb. 1). Im Norden nimmt das pleistozän geprägte Tiefland 23 % der Landesfläche ein. Es ist zu 27 % bewaldet. Südlich schließt das Hügelland mit 44 % der Landesfläche an (12 % Waldanteil). Der Mittelgebirgsbereich im Süden nimmt 33 % Sachsens ein und ist zu 42 % bewaldet. Hier stockt etwas mehr als die Hälfte des sächsischen Waldes. Die Standortsregionen sind in erster Linie geologisch, damit auch reliefbedingt und großklimatisch abgegrenzt.

Auch in Sachsen wurde der Wald nur auf Standorten belassen, die für die Landwirtschaft wenig attraktiv waren. Deshalb liegt die Nährkraftausstattung der Waldböden vorwiegend im mittleren, aber auch im ziemlich armen Bereich. Mit einem Anteil von 66 % an der kartierten Waldfläche dominiert die Nährkraftstufe M, gefolgt von den Nährkraftstufen Z (21 %) und A (7 %). Nur reichlich 6 % der Waldfläche sind überdurchschnittlich mit Nährstoffen versorgt (Stufen K und R).

Sachsen hat Anteil an 13 Wuchsgebieten (Abb. 1 und Tab. 3). Konzentriert sind die Waldflächen in den Wuchsgebieten mit Mittelgebirgscharakter. In allen Höhenstufen dominieren die terrestrischen Standorte (T).

Tiefland

Im Tiefland befindet sich etwa ein Viertel des sächsischen Waldes. Über die Hälfte wird von ärmeren, meist sandigen Böden (Nährkraftstufe Z und A) eingenommen. Mit dem hohen Flächenanteil von 28 % hydromorpher Standorte besitzt das Tiefland eine Sonderstellung.

Als natürliche Waldgesellschaft treten auf terrestrischen M- und Z-Standorten Kiefern-Eichenwälder auf. Im westlichen Teil der mäßig trockenen Klimaausbildung kommen auf frischen und mäßig frischen mittleren Standorten Hainsimsen-EichenBuchenwälder vor. Auf A-Standorten sind Reste des Beerstrauch-Kiefernwaldes erhalten. Auf vernässten Standorten stocken bei günstiger Nährstoffsituation Hainbuchen-Eichenwälder, die bei abnehmender Trophie in Birken-Stieleichenwälder übergehen.

Erhebliche Eingriffe in die Landschaft erfolgten in der Lausitz und im Leipziger Raum durch einen umfangreichen Braunkohlen-Tagebau. Ein Teil der entstandenen Kippen ist und wird wieder bestockt.

Karte mit Förstliche Höhenstufen und Wuchsgebiete in Sachsen

Hügelland und untere Berglagen

In der Höhenstufe Hügelland und Untere Berglagen wachsen 41 % des Gesamtwaldes von Sachsen. Aufgrund der tief eingeschnittenen Flusstäler und der starken (Fels-)Reliefausbildungen im Wuchsgebiet Sächsische Schweiz treten in dieser Höhenstufe mehr Extremstandorte auf.In der Hügellandregion ist das Grundgestein weitgehend von Lösslehm überdeckt, was in relativ hohen Anteilen besserer Standorte zum Ausdruck kommt.Vor allem die Standorte mit Wechselfeuchte charakterisieren das sächsische Löss-Hü
gelland als einen schwer bewirtschaftbaren Bereich.

Mit dem Erreichen einer Höhenlage von 350 bis 450 m ü.NN und oberhalb der zusammenhängenden Lössverbreitung beginnt der Übergang zur Mittelgebirgsregion. Im Allgemeinen wird die Nährstoffausstattung durch die anstehenden Grundgesteine und die Bodenentwicklung in den periglazialen Umlagerungsdecken bestimmt.Es dominieren Standorte mittlerer Nährkraft mit Anteilen von mehr als 50 bis zu 90 %. Nur im Elbsandsteingebirge überwiegt die ärmere Trophie (Z, A) aufgrund des Kreidesandsteins. Bessere Nährstoffverhältnisse sind über Diabas (Vogtland) bzw. Basalt, Diabas und Gneis in frischer Lage (Osterzgebirge) anzutreffen. Die stärkere Reliefausprägung bedingt eine Zunahme der trockeneren Standorte. Hydromorphe Böden treten besonders in Plateaulagen und Mulden mit LösslehmEinfluss auf sowie im Unteren Vogtland auf Rotliegendem-Substrat (hier 32 % vernässt). Bedingt durch die relativ große Spanne der Temperatur- und Niederschlagswerte weist die Höhenstufe eine große Mannigfaltigkeit in vegetationskundlicher Hinsicht auf.

Als vorherrschende natürliche Waldgesellschaft ist der Hainsimsen-Eichen-Buchenwald anzusehen. Er dominiert auch auf den wechselfeuchten Standorten mittlerer Nährkraft. In den trockeneren Klimaausbildungen wird er abgelöst vom Waldlabkraut-Hainbuchen-Eichenwald auf terrestrischen Standorten und im wechselfeuchten Bereich vom Hainbuchen-Eichenwald.Auf besseren Standorten (R, K) ist mit einem Waldmeister-Buchenwald bzw. einem edellaubbaumreichen Schuttund Schatthangwald zu rechnen. Auf armen Standorten stocken Kiefern-Eichenwälder, in trockenen Bereichen Beerstrauch-Kiefernwälder, in wärmebegünstigten trockenen, meist felsigen Lagen die thermophilen Ausbildungsformen des östlichen Hainsimsen-Traubeneichenwaldes.

Mittlere Berglagen

In den Mittleren Berglagen stocken 23 % des sächsischen Waldes. Auch hier wird die Nährstoffausstattung weitgehend durch die anstehenden Grundgesteine und die Bodenentwicklung in den periglazialen Umlagerungsdecken bestimmt. Es dominieren Standorte mittlerer Trophie. Lediglich das Zittauer Gebirge, das Ostund Westerzgebirge und die Südspitze des Vogtlandes weisen höhere Anteile ärmerer Standorte (Z, A) auf. Auf den besonders im Erzgebirge häufigen weiten Plateauverebnungen sind oft hydromorphe Böden ausgebildet.Breite Bergrücken und Täler mit unterschiedlichen Hangneigungen herrschen vor.

Als natürliche Waldgesellschaft tritt der Hainsimsen-(Tannen-Fichten-)Buchenwald in einem breiten Standortsspektrum von frisch bis mäßig trocken auf Mund Z-Standorten auf (bei trockenerer Klimaausprägung auch mit Höhenkiefernbeimischung). Trophisch bessere Standorte sind dem Waldmeister-Buchenwald vorbehalten, der sich auf frischen Steilhangkomplexen mit Schlucht- und Schatthangwäldern verzahnt. Die mineralischen Nassstandorte werden überwiegend vom Wollreitgras-Fichtenwald eingenommen.

Höhere Berglagen und Kammlagen

Forstliche Wuchsgebiete in SachsenDie Höheren Berglagen und Kammlagen konzentrieren sich bis auf einzelne Ausnahmen auf das Obere Erzgebirge.In den Kammlagen stocken 1 %, in den Höheren Berglagen 10 % des sächsischen Waldes. Die überwiegende Ausbildung der Böden als Dreischichttyp (Basis-, Haupt- und Deckfolge) führte zur Entwicklung von Braunerde-Podsolen und Podsolen. Deshalb steigt mit zunehmender Höhenlage der Anteil ärmerer Standorte (insbesondere Z) bessere Standorte (K, R) sind kaum vorhanden. Das Obere Erzgebirge ist gekennzeichnet durch den breiten Kamm und die nördlich anschließenden weitgehend verebneten Höheren Berglagen.Aufgrund der hohen Niederschläge sind in Verebnungen mineralische Nassstandorte und ausgedehnte Hochmoore zu finden. Ein wesentlicher Standortsfaktor war in den letzten Jahrzehnten bis Anfang der 90er Jahre die starke SO2-Immissionsbelastung aus dem böhmischen Industriegebiet. Besonders im Mittleren und Ostergebirge kam es zu großflächigem Absterben der Fichtenbestände. Gegenwärtig sind die SO2-Immissionen bis auf einzelne, durch Inversionswetterlagen verursachte Spitzenbelastungen zurückgegangen, die aber erhebliche Waldschäden verursachen können, wie der Winter 1995/96 zeigte. Aufgrund der rauen Klimabedingungen, der Belastungen aus der Vergangenheit und heutiger NOX- und Ozon-Immissionen sowie der daraus folgenden erhöhten Gefährdung durch sekundäre Forstschädlinge sind hier weiterhin spezielle waldbauliche Strategien erforderlich.

Als natürliche Waldgesellschaft nimmt in der Klimastufe Hf neben dem Wollreitgras-Fichtenwald (besonders auf N-Standorten) der Wollreitgras-Fichten-Buchenwald oder Buchen-Fichtenwald (terrestrische Standorte) breiten Raum ein. Die vorherrschende Waldgesellschaft der Kammlagen ist der Wollreitgras-Fichtenwald auf terrestrischen und N-Standorten. Auf sumpfigen und nassen Moorstandorten kommen in den Höheren Berg- und in den Kammlagen Fichten- und Spirken Wuchsgebiet.

 

Artikel erschienen in AFZ Der Wald 1/2000

 
Literaturhinweise: [1] SÄCHSISCHE LANDESANSTALT FÜR FORSTEN, 1996: Forstliche Wuchsgebiete und Wuchsbezirke im Freistaat Sachsen, (nach W. Schwanecke und D. Kopp), Schriftenreihe Heft 8/96. [2] SÄCHSISCHE LANDESANSTALT FÜR FORSTEN, 1998: Zuordnung der natürlichen Waldgesellschaften zu den Standortsformengruppen(Ökogramme), Schriftenreihe Heft 15/98. [3] VATER, H.; KRAUSS, G., 1928:Vorschläge zu einer kartografischen Abgrenzung der natürlichen Wuchsgebiete Sachsens, Tharandter Forstliche Jahrbücher, S. 314-324. [4] WOLFF, B.; HÖLZER, W.; FRÖMDLING, D.; BONK, S., 1998: Datenaufbereitung für Modellrechnung aus der Bundeswaldinventur (BWI) und dem Datenspeicher Waldfonds (DSW), Arbeitsbericht des Institutes für Forstökologie und Walderfassung 98/3 Eberswalde, unveröffentlicht

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