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Insolvenzverfahren über zwei Klausner-Firmen eröffnet

Am 14. April 2020 wurden die Insolvenzverfahren über zwei Firmen der Klausner-Gruppe in Österreich eröffnet. Das meldet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV). Die Klausner Nordamerika Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in St. Johann in Tirol, die Klausner Trading International GmbH in Oberndorf in Tirol. Beide haben einen Eigenantrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Für beide Unternehmen wurde Rechtsanwalt Dr. Stefan Geiler aus Innsbruck zum Insolvenzverwalter bestellt.

Werksschließungen und Massenentlassungen in den US-Werken

Den Insolvenzen vorausgegangen waren Schwierigkeiten der beiden Klausner-Sägewerke in den USA, in Florida und North Carolina. Lokale Medien berichten von der Schließung der Werke. Gegen die daraus gefolgten Massenentlassungen ist eine Sammelklage anhängig. Entsprechende Finanzmittel aus der Produktion der Werke bleiben aus. Das hat nun offensichtlich zur Insolvenz der beiden österreichischen Firmen geführt.

Produktionsprobleme und Zahlungsausfälle

Wie der Holzkurier berichtet, haben beide Werke seit ihrer Inbetriebnahme nie ihre volle Produktionskapazität erreicht. Zu groß waren offenbar die Schwierigkeiten die die verarbeitete Baumart Southern Yellow Pine gemacht hat. Die Klausner Trading International GmbH hat Produkte des ersten Produktionsstandortes in den USA, Klausner Lumber One in Live Oak, Florida, international vertrieben. Durch einen nicht näher erklärten Rückgang der Produktion seien die Umsätze zurückgegangen, berichtet der AKV. Die Klausner Trading International GmbH habe zudem IT-Dienstleistungen für die US-Gesellschaften in Höhe von knapp 1,7 Mio. € erbracht. Diese seien seit Juli 2019 nicht mehr bezahlt worden.

Red./AKV

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