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Insolvenz

Insolvenz bedroht Forstunternehmer

Das Amtsgericht Bremen hat am 11. Februar das Insolvenzverfahren über das Holzheizkraftwerk Feldberg in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Das Mitte der 1990er Jahre gebaute Werk hat eine elektrische Leistung von 5 MW und versorgt neben öffentlichen Einrichtungen wie dem Rathaus, der Hans-Fallada-Schule, einer Reha-Klinik und einer Kita auch rund 60 Privathaushalte mit 18 MW Fernwärme. Das Heizkraftwerk Feldberg gehört seit 2010 der Fondsgesellschaft NMI New Energy Holz GmbH & Co. KG aus Hamburg und wurde bis zum 1. April von der Bioenergie Betriebs GmbH (BEB) betrieben.Betroffen von der Insolvenz sind neben den Abnehmern der Fernwärme, die ab Mitte März nicht mehr beliefert wurden, die zwölf Angestellten des Heizkraftwerkes, die bereits Ende 2013 ihre Kündigung erhielten. Leidtragende sind außerdem die Holzlieferanten. Zwölf von ihnen richteten sich Anfang April mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit. Sie haben jährlich mit rund 200 000 m³ den Großteil des Holzes geliefert und befürchten nicht nur, dass sie auf ihren offenen Forderungen in Höhe von etwa 600 000 € sitzen bleiben und in Zukunft Aufträge verlieren. Wenn es schlecht läuft, könnten wegen des Rückgriffsrechtes des Insolvenzverwalters weitere Forderungen auf sie zukommen. Spätestens das würde für viele der kleinen bis mittleren Dienstleister und ihre Subunternehmer – Rücker, Hacker- und Transportunternehmen – das Aus bedeuten. Die Versorgung weiterer Holzheizkraftwerke in Norddeutschland sei gefährdet.

Oliver Gabriel

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