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Diesen New Holland, hat carsten Henkel für das Spritzen von Holzpoltern umgebaut

Polterspritzen aus der Distanz

Wegen der andauernden Borkenkäferkalamität kommen die die Waldbesitzer nicht umhin, das die Holzpolter im Wald auch mit Insektiziden zu behandeln. Um beim Arbeitsschutz auf der sicheren Seite zu sein, hat das Forstunternehmen Henkel aus Osterode jetzt in ein innovatives System zur Polterspritzung investiert.

Carsten Henkel hat dafür einen New-Holland-Traktor umgebaut, den er jetzt in Einmannarbeit für die Polterpritzung einsetzen kann. Die Firma Agrarmarkt Deppe hat dafür nach seinen Vorgaben vorne am Traktor einen Dücker-Auslegearm mit einem ausklappbaren Spritzgestänge angebaut. Daran befinden sich selektiv regulierbare Düsen. Im Heck sitzt zudem eine 1200 l fassende Schmotzer-Anbauspritze.

Für Polter bis 6 m Höhe und 7 m Tiefe

Mit dem Ausleger des Spritzgestänges kann er bis 6 m Höhe in waagerechter Position arbeiten und erreicht eine Arbeitstiefe von 7 m. Auf diese Weise kann er auch hohe Polter fast vollständig behandeln. Senkrecht positioniert lassen sich mit dem Gestänge auch die Polterfronten gut behandeln. Am Tank befindet sich zusätzlich ein 40 m langer Schlauch, mit dem man eventuell nötige Feinarbeiten per Hand nacharbeiten kann, zum Beispiel auf der Polterrückseite.

Um die Schlauchleitungen zu schützen, hat Henkel sie seitlich an der Kabine durch ein Kunstoffrohr geführt. Vorne am Gestänge schirmen Metallbügel die empfindlichen Düsen ab, falls der Arm auf dem Polter aufsetzen sollte.

Schutzbelüftete Kabine

Vor dem Einsatz erhält Henkel jeweils Arbeitsaufträge über die Lage und den Umfang der markierten Polter, „das ist sehr wichtig für die genaue Planung“. Das Spritzen erledigt er selber und kann ohne auszusteigen 80 % der Holzpolter allein mit der Spritze bearbeiten. „Auf das Polter muss ich gar nicht mehr, nur gegebenenfalls arbeite ich mit dem Schlauch etwas nach – und das natürlich im Schutzanzug“, erläutert er.

Auf dem Foto hat der Traktor noch nicht die seit 8. Januar 2020 vorgeschriebe Schutzkabine ist. Sie ist mittlerweile aber eingebaut.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Juli-Ausgabe der Forst & Technik.

Verena Sohns

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