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Italien. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Fotos: Schweighofer/Franz Pflügl

Innovationspreis für die europäische Forst- und Holzwirtschaft verliehen

Bereits zum sechsten Mal wurde am 4. Juni 2013 im Wiener Rathaus der „Schweighofer Prize“ verliehen. Dieser Innovationspreis für die europäische Forst- und Holzwirtschaft wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben und ist mit insgesamt 300.000 EUR dotiert. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative Ideen, Technologien, Produkte und Services auf allen Stufen der Wertschöpfungskette des Werkstoffs Holz.
 
Rund 600 Gäste aus 35 Ländern erlebten die Verleihung im Wiener Rathaus mit.
 
Der Schweighofer Prize macht sichtbar, zu welchen Innovationen die Holzforschung die europäische holzverarbeitende Industrie antreibt. Von visionären Ideen bis zu Produkten, die bereits erfolgreich am Markt umgesetzt wurden, reicht die Palette der eingereichten Projekte.

Gewinner 2013

Der Hauptpreisträger 2013 ist Dott.Ing. Federico Giudiceandrea aus Brixen, Italien. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit mehr 30 Jahren arbeitet er an bahnbrechenden Neuentwicklungen für elektronische Mess- und Steuerungssysteme der Holz verarbeitenden Industrie. Giudiceandrea erhält 100.000 EUR. Die Ideen werden von seinem Unternehmen MICROTEC umgesetzt.

Die Innovationspreise, die sich 200.000 EUR teilen, gingen an:
• Kielsteg Bauelement-Leichtbauelement. Hiermit wird ein exzellentes Verhältnis von Eigengewicht zu Tragfähigkeit verwirklicht (Kielsteg GmbH, Österreich);
• eine neuartige Holz-Lochblech-Klebeverbindung, die für den Holzbau äußert leistungsfähig ist (Hochschule RheinMain, Deutschland, Leitung Leander Bathon);
• LifeCycle Tower, das erste achtgeschossige Bürogebäude in Österreich, das in Holzhybridbauweise realisiert wurde (Hermann Kaufmann und Hubert Rhomberg, Österreich);
• Nordic Wooden Cities, eine Kooperation mit dem gemeinsamen Ziel, Holzbau in der Stadtentwicklung voranzutreiben (Hans Andrén, Schweden, und Eva Britt Sager, Norwegen).

„Future Forest“

Ein besonderes Element zusätzlich zur Verleihung war am Abend des 4. Juni die interaktive Installation „Future Forest“ im Wiener Rathaus: Ein Wald-Labyrinth mit einer Fülle überraschender Elemente und Effekte, die den Kreislauf des Werkstoffs Holz und seiner Nutzung für alle Sinne erlebbar machten. Vom Pellets-Wasserfall bis zur Holzrolltreppe reichte die Inszenierung des Waldes als komplexes Phänomen für Natur, Klima, Wirtschaft und Technologie.
 
Erdacht und umgesetzt von einem der führenden virtual artists, bot der „Future Forest“ einen überwältigenden und betont sinnlichen Eintritt in den Wald.
Schweighofer
Der Hauptpreisträger 2013 ist Dott.Ing. Federico Giudiceandrea aus Brixen Italien. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Fotos: Schweighofer/Franz Pflügl

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