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Inhaltliche Schwerpunkte für die KWF-Thementage 2017 gesetzt

Zur inhaltlichen Vorbereitung der 4. KWF-Thementage (27. und 28. September 2017) fand Mitte Januar in Kassel ein erster Workshop statt. Rund 60 Experten aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen daran teil. In fünf Arbeitsgruppen wurde die fachlich-inhaltliche Basis der Thementage erarbeitet. Mit den Ergebnissen und Themenvorschlägen wird nun das Exkursions- und Forenprogramm erstellt. Außerdem werden Sonderschauen organisiert und thematisch-relevante Firmen als Teilnehmer angesprochen.

Zu Beginn des Workshops erläuterte die Geschäftsführende Direktorin des KWF, Prof. Dr. Ute Seeling die Wahl des Themas: „Die Nutzung von forstlicher IT ist mittlerweile fast alltäglich. Gleichzeitig steigt der Bedarf an fortschrittlichen Hard- und Software Lösungen und die Entwicklungen schreiten rasant voran. Höchste Zeit, die aktuellen Kenntnisse zum Thema, den Stand der Entwicklungen, moderne IT-Lösungen sowie zukunftsweisende Lösungsansätze für den Forst-Holz Bereich aber auch Fragen zum Datenschutz fachlich aufzuarbeiten und zusammengefasst darzustellen“. Die erste Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Bereich „Warenlager Wald ; – Inventur, Datenerfassung und Navigation“. Dabei ging es um das mobile Erfassen von Sach- und Flächeninformationen. Diese Daten sind Grundlage der Planung und Steuerung forstwirtschaftlicher Prozesse. Es wurde deutlich, dass hohe Ansprüche an Umfang, Qualität, Verfügbarkeit und an die Aktualität der Daten gestellt werden. Auch gilt es, entsprechend der hohen Datenmengen, Datenmanagementsysteme und -filter vorzuhalten, die dem User verwertbare Kennzahlen liefern können. Arbeitsgruppe Zwei bearbeitete die Planung, Steuerung und das Controlling der Produktionsprozesse durch Information und Kommunikation der beteiligten Partner. Unter dem Titel „Forstliche Nutzung ; – Supply Chain, Operative Systeme“ ging es hauptsächlich um IT-Lösungen für das Vernetzen durch standardisierte Schnittstellen sowie das Bereitstellen von Informationen für ein effizientes Ressourcenmanagement entlang der Prozesskette. Datendienstleister und firmen- bzw. betriebseigene Systeme sowie Lösungen und deren Leistungsfähigkeit sollen dargestellt werden. Wichtig war der Arbeitsgruppe aufzuzeigen, welche Vorteile und Chancen integrierte IT-Lösungen haben und welche Zukunftsoptionen darin liegen. „Forstschutz, forstliches Umweltmonitoring und Gefahrenerkennung“ war das Thema der dritten Arbeitsgruppe. Die Experten diskutierten Lösungen zum Verknüpfen von Sach- und Flächeninformationen, der zeitnahen Aktualisierung und Synchronisierung sowie der Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention oder Beseitigung von Schad- und Kalamitätsereignissen. Transparente Entscheidungsprozesse und offensive, IT-gestützte Kommunikation mit den unterschiedlichen Interessens- und Zielgruppen einer multifunktionalen Waldbewirtschaftung beschäftigte die vierte Arbeitsgruppe. Dabei ging es sowohl um interne, als auch um externe Kommunikation. Auch Aus- und Fortbildung sowie Aspekte der Arbeitssicherheit wurden angesprochen. Fragen nach Kommunikationsstandards und -plattformen, nach Datensicherheit oder der Frage, wem denn die Daten gehören, wurden thematisiert. Forstliche Anwendungen aus den Bereichen Outdoor-Active, Social-Media, Citizen-Science oder auch IT-Lösungen zum Beschwerdemanagement werden vorgestellt. „Betriebliches Management und Unternehmens-IT“ bearbeitete die fünfte Arbeitsgruppe. Über die allgemeinen Aufgaben der Unternehmens-IT hinaus wurden in dieser Gruppe betriebliche Managementlösungen aufbereitet und vorgestellt. Die forstlichen Geschäftsbereiche werden IT-mäßig bereits in Form von Sach- und Geodaten abgedeckt. Ziel sind zukünftig Data-Warehouse-Lösungen bis hin zu Mobilitätslösungen für Endanwender im Forstmanagement, die als konzentrierte Informationsbasis und Entscheidungshilfe für Prozesse in operativen und strategischen Geschäftsbereichen fungieren. Dieser entstehende neue Bedarf u. a. an Offlinelösungen oder auch mit einer hohen Akzeptanz versehenen Datenstandardisierungen zeigt neue Bedürfnisse für die Zukunft auf. Auch wird es Ziel der Thementage sein, den Nutzen von IT-Lösungen grundsätzlich aufzuzeigen, um auch der Anwenderseite die Möglichkeiten und Visionen einer modernen Waldnutzung zu erläutern. „Die große Anzahl der Teilnehmer am Workshop und vielen inhaltlichen Vorschläge zeigen, dass wir mit dem Thema wirklich einen Nerv getroffen haben“, fasste Seeling den Tag zusammen. Die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen werden sich in allen Bereichen der KWF-Thementage wiederfinden. Das einzigartige Format wird auch bei seiner vierten Auflage Exkursionspunkte zu bieten haben. Exemplarisch werden Arbeitsverfahren neutral demonstriert, aber auch Diskussionsveranstaltungen, Sonderschauen und Firmenpräsentationen bieten Möglichkeiten, sich umfassend über die aktuellen und zukünftigen IT-Lösungen in der Forstwirtschaft zu informieren. ;

KWF

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