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Cord Brand (links) Revierleiter im Forstam Hessisch Lichtenau informiert Umweltstaatssekretär Oliver Conz (rechts) über die Situation des Waldes in Nordhessen.

In Hessisch Lichtenau entsteht ein klimastabiler Wald

Einige Staatswaldflächen in den hessischen Wäldern sind mittlerweile kahl, vor allem die Fichte ist durch die Borkenkäferschäden davon stark betroffen. Umweltstaatssekretär Oliver Conz informierte sich im Forstamt Hessisch Lichtenau in Nordhessen über die aktuelle Lage des schwer geschädigten Waldes.

„In den vergangenen Jahren haben Trockenheit, Stürme und der Borkenkäfer im Wald schwere Schäden angerichtet. Im Hessischen Staatswald sind mittlerweile 10.000 ha kahl. Besonders die Fichte ist hiervon stark betroffen. In ganz Hessen setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbetriebs Hessen-Forst dafür ein, die Waldbestände zu retten und umliegende Waldungen zu schützen. Das Forstamt Hessisch Lichtenau mit Forstamtsleiter Matthias Dumm an der Spitze steht beispielhaft für die enormen Anstrengungen, die hierfür nötig sind. Ich bin heute hier, um mich zum einen dafür ganz herzlich zu bedanken und zum anderen persönliche Eindrücke vom aktuellen Geschehen zu erhalten und mich intensiv mit den Praktikern vor Ort wie Revierleiter Cord Brand über die Situation und die Zukunft des Waldes zu informieren,“ sagte Umweltstaatssekretär Oliver Conz im Forstamt in Nordhessen, das er im Rahmen seiner Sommertour besuchte.

Eiche soll mehr zur Wiederbewaldung eingesetzt werden

Das Waldgebiet östlich von Kassel ist besonders vom Borkenkäfer betroffen. Insgesamt sind seit 2018 allein im Bereich des Forstamts Hessisch Lichtenau über eine Million Kubikmeter Schadholz angefallen. „Derzeit sind zahlreiche Holzerntemaschinen im Einsatz, um abgestorbene Bäume rechtzeitig aus dem Wald zu bringen, damit der Borkenkäfer darin nicht brühten kann. Gleichzeitig kümmert sich das Forstamt bereits um die Wiederbewaldung. Dabei ist entscheidend, dass wir die künftigen klimatischen Bedingungen berücksichtigen. Der Klimawandel ist in Hessen angekommen, wir werden weiterhin mit Wassermangel und steigenden Temperaturen rechnen müssen. Deshalb ist es wichtig einen klimastabilen Mischwald von Morgen aufzubauen“, betonte Conz. „Die Eiche beispielswiese, ist eine in Hessen natürlich vorkommende klimastabile Baumart, die in Zukunft vermehrt gepflanzt werden soll und im Forstamt Hessisch Lichtenau bereits zur Wiederbewaldung eingesetzt wird.“

Fast die Häfte von Hessen mit Wald bedeckt

Die Wälder beim Forstamt Hessisch Lichtenau sind mit einem Mischwaldanteil von über 90 % und einem Laubholzanteil von knapp 60 % bereits in einem naturnahen Zustand. „Im Forstamt Hessisch Lichtenau kann man auch einige Naturkostbarkeiten wie das Purpurreitgras finden. Auch seltene Tierarten wie Wildkatzen und Sperlingskauz fühlen sich hier wohl. Das ist ein Grund mehr dafür zu sorgen, dass wir den Wald in Hessen erhalten. Er bedeckt fast die Hälfte unseres Bundeslandes und prägt damit nicht nur das Landschaftsbild und dient als CO2-Speicher, sondern ist auch wichtiger Lebensraum für unzählige Arten“, sagte der Staatssekretär abschließend.

Quelle: HMULV

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