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Das Schlitzen mit der Motorsäge verhindert die Entwicklung von Borkenkäfern unter der Rinde. So kann das Fichtenholz gefahrlos in den unbringbaren Lagen liegen bleiben

Mit dem Rindenschlitzgerät gegen den Borkenkäfer

Die Bayerischen Staatsforsten testen derzeit das Rindenschlitzgerät der Firma Eder Maschinenbau. Im Foto hat Sepp Wolf, Ausbildungsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding, das Gerät im Einsatz. In schwer zugänglichen Gebieten wie hier am Hörndl bei Laubau bleibt vom Borkenkäfer befallenes Holz im Bestand liegen. Für den Waldschutz muss trotzdem gesorgt werden.

Dazu tragen Wolf und zwei Auszubildende ihre Ausrüstung mehrere hundert Höhenmeter den Berg hinauf. Die Schlitze in der Rinde schneiden der Borkenkäferbrut den Weg ab, trotzdem bleiben aber Teile der Rinde für andere Lebewesen erhalten. So ist Wald- und Artenschutz gleichermaßen gedient.

Eder Maschinenbau bietet das Aggregat als Anbaugerät für die gängigen Motorägentypen an. Das Kettenritzel ersetzt man durch eine Riemenscheibe. Für den Anbau sind allerdings Modifikationen am Kettendeckel nötig und die Ölpumpe muss deaktiviert werden. Wer das nicht möchte, kann die komplette Einheit mit Motor beziehen. Den 3 kW starken Motorblock kauft Eder beim italienischen Hersteller Active zu. Er ist eigens für Eder modifiziert und wird bereits ohne Ölpumpe und mit den nötigen Modifikationen geliefert.

Marc Kubatta-Große

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