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Import und Export von Nadelindustrieholz

Die deutschen Importe von Nadelindustrieholz (anderes als Nadelsägerundholz) erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2018 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 14 % auf 1,95 Mio. Fm.

Im Gesamtjahr 2017 war noch ein Rückgang um 8 % zu beobachten. Der Durchschnittswert aller Importe bis Ende Juni 2018 bei Grenzübergang lag bei 38 €/Fm, für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum errechnet sich ein Mittel von 48 €/Fm.

Starke Anstiege der Importe  im Vergleich zum 1. Halbjahr 2017 waren z.B. bei den Lieferungen aus Polen (1,12 Mio. Fm, +72 %), Finnland (von 2.545 Fm auf 56.507 Fm) und Großbritannien (31.776 Fm, +107 %) zu verzeichnen. Die Einfuhren aus Tschechien (257.558 Fm) – mengenmäßig nach Polen an zweiter Stelle – legten vergleichsweise gering um 7 % zu. Die Importe aus Estland (81.848 Fm) sanken um 64 %. Auch die Bezüge aus Österreich (52.682 Fm) haben sich kräftig reduziert (- 38 %).

Da sich die Exporte von Nadelindustrieholz im Betrachtungszeitraum kräftig verringert haben, gleichzeitig die Importe stark gestiegen sind, erhöht sich der Einfuhrüberschuss von 1,31 Mio. Fm im ersten Halbjahr 2017 auf 1,62 Mio. Fm im ersten Halbjahr 2018. Anders ausgedrückt importierte Deutschland im Betrachtungszeitraum 2017 gut vier Mal so viel wie exportiert wurde, im laufenden Jahr stieg der Faktor auf 5,8.

HMI, Quelle: Statistisches Bundesamt

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