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Immer mehr erneuerbare Wärme

Erneuerbar heizen wird attraktiver: 2015 trugen Energieträger wie Sonne, Biomasse und Umgebungswärme bereits 13,2 % zum Wärmeverbrauch in Deutschland bei – so viel wie noch nie. Das zeigen aktuelle Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik.

Im Jahr 2014 betrug der Anteil am Wärmeverbrauch noch 12,5 %. Der weitere Blick in die Vergangenheit zeigt: Im Jahr 2010 hatte er noch bei 11,1 %, im Jahr 2000 bei erst 4,4 % gelegen. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 den Anteil auf mehr als 14 % zu erhöhen.
Das Jahr 2015
war insgesamt kühler als das zuvor, und deswegen stieg auch der Wärmeverbrauch insgesamt leicht: Erste Schätzungen gehen von 1.176 Mrd. kWh aus – im Vergleich zu 1.167 Mrd. kWh im Vorjahr. Der Anteil der erneuerbaren Wärme stieg um 6,5 %. 2014 wurden noch rund 145 Mrd. kWh erneuerbar geheizt. Im vergangenen Jahr waren es bereits 155 Mrd. kWh. Dazu beigetragen haben viele neue Heizungsanlagen; der Ausbau von Solarthermie-, Wärmepumpen- und Biomasseheizungen geht stetig voran.
Der Verbrauch von Holzpellets ist im Jahresvergleich 2014/2015 von 1,8 Mio. t leicht auf 1,85 Mio. t gestiegen. Das liegt unter anderem daran, dass es mehr Feuerungsanlagen für die Pellets gibt. Mit einem Zuwachs von 32.500 Anlagen waren es im Jahr 2015 bereits 390.500, davon 257.000 Zentralheizungskessel.
Anreize zum Umstieg
auf erneuerbare Energien bietet das „Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (MAP). Es soll Haus- und Wohnungseigentümer sowie Firmen und Kommunen motivieren, bei Wärme auf die Kraft aus Sonne, Biomasse und Umgebungswärme zu setzen.
Anfang 2016 ist zudem das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ (APEE) gestartet. Es gibt zusätzliche Anreize, sich von veralteten Anlagen zu trennen, die mit fossilen Energien wie Öl oder Gas betrieben werden, und sein Heizungssystem zu modernisieren. Ein besonderes Angebot ist zum Beispiel, dass die Förderung aus dem MAP nochmals um 20 % erhöht wird, wenn der Austausch der Heizung mit einer Optimierung des gesamten Heizungssystems kombiniert wird.
Für Fragen zu Förderkonditionen und rund um den Umstieg auf erneuerbare Wärme steht die Hotline des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereit: 06196 908-1625.
BAFA/Red.

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