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Im schwarzen Anzug

Im schwarzen Anzug

Als Ergebnis einer Machbarkeitsstudie präsentierte die Firma Stihl im April eine Motorsäge, bei der man den Leichtbau auf die Spitze getrieben hat. Die Säge wiegt bei einer Motorleistung von 5,4 kW ohne Schneidgarnitur lediglich 6 kg und ist damit 20 % (1,4 kg) leichter als die gleich starke Stihl MS 661 C-M. Das bedeutet ein bisher unerreichbares Leistungsgewicht von 1,11 kg/ kW.
Auf der Basis einer MS 441 hat man die Säge in einen schwarzen Anzug gesteckt: Griffrohr, Kettenraddeckel und Abdeckung bestehen aus Kohlefaser. Für den Krallenanschlag, Schalldämpfer und Schwertmuttern kommt nicht minder exklusives Titan zum Einsatz. Auch der Grundrahmen wurde mit sogennantem Lang-Glasfaser-Kunststoff optimiert. Der Motor ist eine Neuentwicklung: Dass man aus nur 82,4 cm³ Hubraum die gleiche Leistung holt wie bei der MS 661 mit 91,1 cm³ gelingt mit einem elektronischen Niederdruck-Einspritzsystem.
Die „Stihl Injection“-Technologie gab es bisher nur im großen Trennschleifer TS 500i. Laut Produktmanager Friedrich Hollmeier liegt die Herausforderung bei Motorsägen vor allem im Beschleunigungsverhalten. Doch das funktioniert bei dem Technologieträger schon prächtig: „Die Motorcharakteristik ist fast schon digital – Standgas? … Vollgas? …“, demonstrierte er bei der Präsentation in Waiblingen.

„Die Stihl Carbon Concept wird in dieser Form nicht in Serie gehen. Doch Sie können sicher sein, dass wir die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um unsere Produkte weiter zu optimieren und unsere Position als Innovationsführer zu sichern“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora.

Heinrich Höllerl

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