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Sturmholz auf der Ilztalbahn

Erstmals seit über 20 Jahren verkehrte am 10. Oktober wieder ein Holzzug auf der Strecke der Ilztalbahn zwischen Freyung und Passau. Die 1.200 PS starke Lok erreichte am Nachmittag mit zehn voll beladenen Wagen den Passauer Güterbahnhof. Befördert hat sie Langholz und Fixlängen, die der Holzhändler Reinhard Pirchmoser aus Bayrischzell nach dem Sturm Kolle am 18./19. August im Bayerischen Wald gekauft und aufgearbeitet hat. Mit den Waldbesitzervereinigungen Freyung-Grafenau und Wegscheid hat er dazu größere Verträge abgeschlossen. Verladen wird das Sturmholz am Bahnhof Waldkirchen, wo der Unternehmer in den nächsten Monaten wöchentlich ein bis zwei Ganzzüge mit je 20 Holzwaggons verladen will, bis zu 100.000 Fm in den nächsten zwölf Monaten. Aufgrund der abschüssigen Strecke befördert die Triebmaschine pro Fahrt dann jeweils nur zehn Wagen nach Passau, wo eine moderne Drehstromlok den Zug übernimmt und in Werke nach Thüringen, Belgien oder ins Zillertal transportiert.

Wie Hermann Schoyerer von der Ilztalbahn erklärt, wurde der Bahnhof Waldkirchen vor 125 Jahren ursprünglich für den Holztransport gebaut. Sein Unternehmen ist froh, dass die Strecke, die schon einmal zu einem Fahradweg umfunktioniert werden sollte, nun auch für Gütertransporte reaktiviert werden konnte. Auf der Strecke fand in den vergangenen Jahren nur noch touristischer Ausflugsverkehr statt.

Oliver Gabriel

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