Holzindustrie, -verbände

IKEA stellt Wald-Agenda 2030 vor

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Ende Januar hat der Möbelriese Ikea seine neue Wald-Agenda für 2030 vorgestellt. Sie soll dazu beitragen, die Artenvielfalt zu schützen, den Klimawandel zu verlangsamen und Holz noch intelligenter zu nutzen.

Nach eigenen Angaben hat Ikea sein für 2020 festgelegtes Ziel für Holz aus nachhaltigeren Quellen erreicht. Heute seien mehr als 98 % des für Ikea-Produkte verwendeten Holzes entweder FSC-zertifiziert oder recycelt. Mehr gehe unter realistischen Vorraussetzungen nicht, zu denen Lieferkettenunterbrechungen oder neue Lieferanten gehören. Jetzt sei es deshalb Zeit für den nächsten großen Schritt.

Verantwortungsvolle Forstwirtschaft

Zur Ikea Wald-Agenda 2030 gehören die folgenden Ziele: Das Unternehmen will verantwortungsvolle Forstwirtschaft weltweit zur Norm machen, und das auch über auch über den Eigenbedarf an Holz hinaus. Dazu soll die Artenvielfalt geschützt und Rechte und Bedürfnisse von Menschen unterstützt werden, die über die gesamte Holzlieferkette hinweg von Wäldern abhängig sind. Ikea will zudem bei einer Klimabilanz ansetzen, die über die derzeitige hinausreicht.

Holzinnovationen vorantreiben

Auf der Produktseite will Ikea Innovationen vorantreiben, um Holz auf intelligentere Weise einzusetzen und Kohlenstoff so lange wie möglich zu speichern, indem alle Produkte von Anfang an so konzipiert werden, dass sie wiederverwendet, aufgearbeitet, reproduziert und schließlich recycelt werden können. Zudem will Ikea sicherstellen, dass mindestens ein Drittel seines Holzsortiments aus recyceltem Holz hergestellt wird.

Entwaldung bekämpfen

Ikea will die weltweite Entwaldung bekämpfen, indem das Unternehmen dafür sorgt, dass die Beschaffung weiterer kritischer Rohstoffe, mit denen ein Entwaldungsrisiko einhergeht, insbesondere bestimmte Agrarprodukte, die rund 3 % des Rohstoff-Fußabdrucks von IKEA entsprechen, nicht zur Entwaldung oder Umwandlung natürlicher Ökosysteme beiträgt.

Nachhaltige Beschaffung

Ikea beziehe sein gesamtes Holz bereits aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern, die nicht zur Entwaldung beitragen. Weiterhin will das Unternehmen Holz aus nachhaltigeren Quellen verwenden, das von den weltweit glaubwürdigsten externen Zertifizierungssystemen zertifiziert ist.

Ziel der Wald-Agenda: Klimapositiv werden

Im vergangenen Jahr kündigte die Inter IKEA Group Investitionen in Höhe von 200 Mio. € an, um die Transformation hin zu einem klimapositiven Unternehmen zu beschleunigen. Ein erheblicher Teil dieser Investition ziele darauf ab, durch Wiederaufforstung, die Sanierung geschädigter Wälder und bessere forstwirtschaftliche Praktiken Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden.

Quelle: Ikea