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IG BAU: Schutz der Wälder nur mit genug Fachkräften

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert eine 180-Grad-Wende bei der Personalpolitik in den Wäldern.

Anlässlich des Starts der Internationalen Grünen Woche sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum: „Waldbrände, Käferbefall und Sturmschäden bedrohen den Waldbestand. Der aktuelle Waldzustandsbericht ist Zeugnis der Folge von jahrelangen Kürzungen bei Fachkräften. Nur qualifizierte Forstarbeiter können den Folgen des Klimawandels zielgerichtet etwas entgegensetzen und helfen, den Wald besser an den Klimawandel anzupassen. Es braucht Menschen, die im und für den Wald arbeiten. Zur Rettung unserer Wälder ist qualifiziertes Fachpersonal nötig. Hauptverantwortlich ist der Staat. Bund, Länder und Kommunen müssen schnellstens einen Wald-Masterplan vorlegen. Es ist ihre Verantwortung gemeinsam mit dem privaten Waldbesitz eine nachhaltige Waldstrategie zu entwickeln, die es ermöglicht, die Ziele der UN-Klimakonferenz tatsächlich zu erreichen.“

Für den Wald-Klima-Schutz hat die IG BAU einen Acht-Punkte-Katalog für Sofortmaßnahmen aufgelegt. Damit soll die Forstwirtschaft zukunftsfähig aufgestellt und der Klimaschutz gestärkt werden:

  • Kürzungen in den öffentlichen Forstverwaltungen und Forstbetrieben müssen sofort gestoppt werden
  • Qualifiziertes Fachpersonal muss auf- statt abgebaut werden
  • Keine sachgrundlose Befristungen mehr in der Daseinsvorsorge
  • Hohe Qualitätsstandards in der Waldbewirtschaftung müssen eingehalten werden, um alle Waldfunktionen und die Gesundheit der Beschäftigten zu sichern
  • Die Forschung zum Umbau der Wälder muss intensiviert werden
  • Entwicklung neuer Techniken zum Schutz der Wälder
  • Ausbau der Umweltbildungsangebote
  • Vorbehaltlose Aufklärung der Allgemeinheit über den Zustand der Wälder und mutige politische Entscheidungen zu deren Schutz
IG BAU

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