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IG BAU fordert 6,5 % mehr für Forst-Beschäftigte

Anlässlich der am 1. Februar begonnenen Tarifrunde im öffentlichen Dienst in Hessen fordert die IG BAU für die rund 2300 Beschäftigten des Landesbetriebs Hessen-Forst ein Plus von 6,5 %. Auszubildende im Hessen-Forst sollen 100 EUR mehr erhalten. „Die Einkommenslücke zwischen Hessen und dem Bund sowie den Kommunen muss geschlossen werden. Es gibt keinen Grund dafür, warum in Hessen für die gleiche Arbeit weniger bezahlt wird“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Harald Schaum. „Die Forstbeschäftigten erwirtschaften mit dem Holzertrag gute Einnahmen für das Land und müssen daran beteiligt werden.“

Mit ihrer Forderung schließt sich die Forstgewerkschaft der Entgeltforderung der übrigen Bundesländer in der aktuellen Einkommensrunde an. Das Land Hessen war 2004 aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ausgeschert. Die IG BAU erwartet, dass Hessen wie das Land Berlin den Weg in die TdL zurückfindet, um eine einheitliche Tarifpolitik über die Landesgrenzen hinweg zu ermöglichen.

Zusätzlich verhandelt die IG BAU die Neuregelung des Urlaubs. Bisher hatten die Beschäftigten zwischen 26 bis zu 30 Urlaubstage. Der Anspruch war abhängig vom Alter. Diese Regelung hatte das Bundesarbeitsgericht allerdings im vergangenen Jahr als altersdiskriminierend verworfen. Für die davon betroffenen Forstbeschäftigten und insbesondere den Waldarbeitern strebt die IG BAU nun einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen an. „Die Arbeit im Forst ist körperlich sehr anstrengend. Der Urlaub muss ausreichen, um eine Erholung von den teilweise sehr gefährlichen Arbeiten zu gewährleisten“, sagte Schaum. 

IG BAU

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