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ifo Institut: Schrittweiser Aufstieg aus dem Corona-Tal

Das ifo Institut erwartet für die deutsche Wirtschaft einen Aufstieg aus dem Corona-Tal.
Nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr um 2,2 % zurückgegangen ist und 11,9 % im zweiten Quartal, sieht das ifo Institut ein Wachstum von 6,9 % im dritten und von 3,8 % im letzten Vierteljahr. Das beruht allerdings auf Annahmen über den weiteren Verlauf der Epidemie und die politischen Reaktionen darauf, über die hohe Unsicherheit besteht.

Minus 6,7 % 2020 – Plus 6,4 % 2021

Insgesamt aber schrumpft die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 6,7 % im Vergleich zu 2019. Im kommenden Jahr erwartet das ifo Institut ein Wachstum von 6,4 %, sodass die Wirtschaftsleistung von Ende 2019 dann Ende 2021 wieder erreicht wird.

Arbeitslosenzahl leicht erhöht

Die Zahl der Arbeitslosen wird im Jahresdurchschnitt von 2,3 Mio. auf 2,7 Mio. steigen. Im nächsten Jahr hingegen wird sie auf 2,6 Mio. sinken. Damit steigt die Arbeitslosenquote von 5,0 % auf 5,9 %, um 2021 dann auf 5,6 % zu fallen. Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Berechnungen des ifo Instituts von Mai auf Juni 2020 gesunken von 7,3 Mio. auf 6,7 Mio.. Die Zahl der Beschäftigten wird im Jahresschnitt von 45,2 Mio. sinken auf 44,8 Mio. diesem Jahr und im kommenden Jahr wieder leicht steigen auf 44,9 Mio.

Staatshaushalt im Minus

Der private Konsum dürfte in diesem Jahr abnehmen um 6,4 %. Die Ausrüstungsinvestitionen sinken sogar um 19,9 %. Im Staatshaushalt werden die Spuren der Coronakrise deutlich sichtbar sein: Der Saldo von Einnahmen und Ausgaben rutscht von plus 50,4 Mrd. Euro im vergangenen Jahr auf minus 175,8 Mrd. in diesem Jahr. Hierfür sind neben dem Konjunktureinbruch vor allem das Corona-Hilfspaket und das Konjunkturpaket verantwortlich, die allein über 160 Mrd. Euro kosten. Im kommenden Jahr wird der Staatshaushalt mit minus 76,5 Mrd. Euro weiter in den roten Zahlen sein.

Exporte auf Erholungskurs

Die deutschen Exporte dürften 2020 um 13,3 % sinken, die Importe um 7,7 %. Damit wird der international kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz (Handel, Dienstleistungen und Übertragungen) von 245,2 Mrd. Euro auf 176,2 Mrd. Euro schrumpfen, also von 7,1 % der Wirtschaftsleistung auf 5,4 %. Aber im kommenden Jahr wachsen die Exporte wieder um 13,4 %‚ die Importe um 7,8 %. Damit erhöht sich der Überschuss in der Leistungsbilanz auf 268,7 Mrd. oder 7,6 %.

ifo Institut / Red.

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