ABO

ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im 1. Quartal 2012 nach zweimaligen Rückgang zwar leicht gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Die Beurteilungen zur aktuellen Lage haben sich weiter eingetrübt. Nur die Erwartungen für die nächsten sechs Monate hellten sich gegenüber dem 4. Quartal 2011 etwas auf. Für den Euroraum kann keine konjunkturelle Entwarnung gegeben werden.

Weiter geht aus den Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES), in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC), vom 1. Quartal 2012 hervor, dass lediglich in Deutschland und Estland die aktuelle Wirtschaftslage insgesamt als „gut“, in Finnland sowie der Slowakei als „zufriedenstellend“ bewertet wird. In den meisten anderen Euroländern hat sich die aktuelle wirtschaftliche Situation im Vergleich zur Vorquartalsumfrage weiter zugespitzt und wird nun als ungünstig bzw. schwach angesehen.
 
Die wirtschaftlichen Aussichten für die kommenden sechs Monate im Euroraum haben sich gegenüber dem letzten Quartal in 2011 zwar wieder etwas verbessert, bleiben jedoch überwiegend negativ. Die Inflationserwartungen sind in fast allen Ländern des Euroraums gesunken.

Auf Jahressicht wird in der Eurozone im Jahr 2012 eine Preissteigerungsrate von 2,3 % erwartet. Angesichts gedämpfter Konjunktur- und Inflationserwartungen gehen die WES-Experten von einer Lockerung der Geldpolitik im Laufe der nächsten sechs Monate aus. In den nächsten sechs Monaten wird mit einem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro gerechnet.
ifo Institut

Auch interessant

von