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ifo Konjunkturtest Bauhauptgewerbe

ifo Konjunkturtest Bauhauptgewerbe

Wie aus dem ifo Konjunkturtest für Juni 2016 (Befragungszeitraum: Anfang Juni bis 23. Juni 2016) hervorgeht, hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe zum dritten Mal in Folge verbessert. Der Indikatorwert kletterte dadurch abermals auf ein neues Rekordniveau.
Die befragten Bauunternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage noch nie so günstig. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate haben sich jedoch minimal eingetrübt. Die Reichweite der Auftragsbestände verlängerte sich auf 3,3 Monate – der höchste Wert seit der gesamtdeutschen Datenerhebung. Im Juni 2015 waren die Reserven um einen halben Monat kleiner gewesen. Nach den Meldungen der Firmen zu schließen, dürften sich auch in den kommenden Monaten merkliche Preiserhöhungsspielräume eröffnen.
Im Hochbau ist der Geschäftsklimaindikator leicht gesunken, die Lagekomponente erreichte im Juni jedoch einen neuen Spitzenwert. Während im Wohnungsbau sowie öffentlichen Hochbau sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftsperspektiven zurückhaltender eingeschätzt wurden, stiegen im gewerblichen Hochbau die entsprechenden Umfragewerte an. Im Tiefbau hat sich das Geschäftsklima weiter verbessert. In beiden Teilsparten kletterte der Geschäftsklimawert auf ein neues Allzeithoch.  
Sonderfragen zur Gesamtleistung 2015 
Nach den Ergebnissen der Sonderfragen im Juni entfielen von der im Jahr 2015 erbrachten Gesamtleistung der befragten Baufirmen 58 % auf Fachlosvergaben vom Bauherrn – davon wiederum 61 % auf öffentliche Aufträge. Ferner machte die Tätigkeit als Generalunternehmer bzw. -übernehmer zusammen mehr als ein Viertel (32 % öffentlich) der Gesamtleistung 2015 aus. Die übrigen Leistungen in Höhe von 16 % (42 % öffentlich) gehen auf sonstige Aktivitäten (z.B. als Subunternehmer) zurück.
ifo Institut/Red.

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