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Forstwirte nutzen, pflegen und erhalten das empfindliche Ökosystem Wald, damit Pflanzen, Tiere und Menschen auch in Zukunft vom Wald profitieren können.

Verändert der Klimawandel die Arbeit in der Forstwirtschaft?

Die Forstgewerkschaft IG BAU startet im Rahmen ihrer Kampagne WALD KLIMA SCHUTZ eine Umfrage unter Forstbeschäftigten. Sie fragt darin, wie sich die Arbeitsbedingungen im Zuge des Klimawandels verändert haben.

Klimawandel schadet dem Wald

Unbestritten ist, dass der Klimawandel dem Wald schadet. Die teils extreme Trockenheit schwächt die Bäume so stark, dass sie dem Befall etwa durch Borkenkäfer nichts mehr entgegenzusetzen haben. Zudem zerstören immer öfter Großfeuer und Stürme riesige Waldflächen.

Beeinflusst der Klimawandel die Arbeit?

Nicht bekannt ist jedoch, wie diese Veränderungen die Arbeit der Forstbeschäftigten beeinflussen. Die IG-BAU-Umfrage soll helfen, mögliche Fehlentwicklungen zu erkennen und gegenzusteuern. „Der Wald ist unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems. Er gibt unzähligen Tieren und Pflanzen Schutz und Lebensraum. Er ist für unsere Wasserversorgung elementar und bietet nicht zuletzt vielen Menschen Raum zur Erholung. Gerade durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie haben noch mehr Bürger die Wälder als natürlichen Ausgleich zur häuslichen Enge stärker schätzen gelernt“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

Ein Forstbeschäftigter mehr auf tausend Hektar Wald

Schaum erinnert daran, dass der Wald auch Arbeitsplatz für Waldarbeiter, Förster oder Forstunternehmer sei, die sich seiner Pflege und Erhaltung widmen. Die staatlichen Waldbesitzer haben ihre Stellen in den vergangenen Jahren aber systematisch abgebaut. Das rächt sich nun, da es kaum noch ausreichend Forstbeschäftigte gibt, die die vielen Schäden durch Trockenheit, Käferbefall, Feuer und Stürme fachmännisch beheben können. Die geschädigten Bäume müssen entnommen und die kahlen Flächen wieder nachhaltig aufgeforstet werden. Arbeiten, für die deutlich mehr Personal notwendig ist. Die IG BAU fordert deshalb mindestens einen zusätzlichen Forstbeschäftigten auf tausend Hektar Wald.“

IG BAU/Red.

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