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Baden-Württemberg treibt die Entwicklung des Holzbaus mit einer Vielzahl von Maßnahmen voran. Infos unter www.holzbauoffensivebw.de

Ideen für kommunalen Holzbau gesucht

Das Land Baden-Württemberg setzt sich mit der Holzbau-Offensive für ein höheres Klimabewusstsein im Bauwesen ein. Nun startet das Land einen Ideenaufruf für kommunale Holzbau-Konzepte. Insgesamt stehen 6,5 Mio. € an Fördermitteln bereit. Das Online-Bewerbungsverfahren endet am 21. Dezember 2020.

„Mit Blick auf die weltweite Klimaentwicklung führt an einem verstärkten Einsatz des nachwachsenden und klimafreundlichen Bau- und Dämmstoffs Holz kein Weg vorbei. Nur Gebäude mit einem hohen Holzanteil können größere Mengen Kohlenstoffs über Jahrhunderte einspeichern. Mit unserem Ideenaufruf wollen wir den kommunalen Holzbau im Land weiter vorantreiben und unsere bundesweite Stellung als Holzbauland Nr. 1 weiter festigen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 13. November in Stuttgart. Ziel sei es, Baden-Württemberg als Vorbild einer klimabewussten Baukultur zu etablieren. Die Bauprojekte des Landes würden soweit möglich in Holz- und Holzhybridbauweise umgesetzt. Nun unterstützt das Land auch die Kommunen bei der Entwicklung hin zu einem klimafreundlichen Bauen mit Holz.

Kommunale Konzepte und Wege im Städtebau

„Im Fokus des Ideenaufrufs stehen vor allem kommunale Konzepte und Wege im Städtebau die zur Umsetzung von Holzbauprojekten führen. Gesucht werden neue innovative Ansätze zum Beispiel bei eigenen Liegenschaften, der Quartiersentwicklung oder der Schaffung ganzer Siedlungen“, erklärte Hauk. Hierzu bedürfe es engagierter und innovativer Kommunen, die als Trendsetter vorangehen.

Der Ideenwettbewerb solle hierfür Anreize setzen. „Wer mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz baut, schont das Klima und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe. Die Holz- und Holzmischbauweisen eignen sich beispielsweise optimal um bestehende Bebauungen aufzustocken, Baulücken zu schließen oder Bestandsbauten zu sanieren“, so der Minister. Zahlreiche Projekte würden schon heute belegen, dass eine hochwertige und nachhaltige Weiterentwicklung urbaner und ländlicher Räume mit Holz wirtschaftlich ist und einen Mehrwert für die Bevölkerung mit sich bringen.

Das Bewerbungsverfahren

Die Kommunen sind aufgefordert, Ansätze zum Planen und Bauen mit Holz im Hochbau einzureichen. Dabei kann es sich um erste Ideen handeln, die einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet werden müssen:

  1. Entwicklung und Konzeption des Baus und der Sanierung eigener Liegenschaften,
  2. Instrumente und Ansätze der Stadtplanung /-entwicklung,
  3. Information, Beratung und Aufklärung Bauwilliger durch die Kommunen (Kommunikation)
  4. Sonstiges/Sonderweg.

Die Einreichung von Ideen zur Planung von Einzelobjekten, als auch Quartiers- und Siedlungsansätze, Beratungs- und Qualifizierungsangebote (intern wie extern), Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch andere Formate im kommunalen Planungskontext sind denkbar.

Der Aufruf ist niedrigschwellig angelegt um viele Kommunen anzusprechen. In einem zweistufigen Bewerbungsverfahren wird zunächst ein Grobkonzept in Form einer kurzen Ideenskizze online eingereicht. Nach einer Bewertung durch eine Expertengruppe haben ausgewählte Kommunen die Chance, die Projektidee zu vertiefen und für die Umsetzung vorzubereiten. Eine finanzielle Unterstützung mit jeweils bis zu 20.000 € steht hierfür zur Verfügung (1. Stufe). Nach positiver Bewertung besteht in der zweiten Stufe die Möglichkeit eine weitere Förderung in Höhe von bis zu 400.000 € für die Umsetzung ihrer Projektidee zu erhalten (2. Stufe).

Bewerbungsschluss für die Einreichung einer kurzen Ideenskizze über den Online-Antrag ist der 21. Dezember 2020 (1. Stufe).

Nähere Informationen finden interessierte Kommunen auf der Website der Holzbau-Offensive unter www.holzbauoffensivebw.de

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

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