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Hybridhacker

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Die Technische Hochschule Köln erforscht im Projekt „EnGie-Hacker“ ein effizienteres und umweltfreundlicheres Antriebskonzept für Holzhacker durch den Einbau eines Generators.

Die größte Herausforderung für jeden Holzhacker ist die ständig wechselnde Belastung durch verschiedene Durchmesser oder Härte der Holzstämme, die zerkleinert werden. Die Motorleistung ist dabei auf die maximale Stammdicke ausgerichtet – und somit für den Großteil der zu bearbeitenden Hölzer überdimensioniert. „Damit verbrauchen die Hacker deutlich mehr Diesel als eigentlich notwendig, was natürlich auch die Umweltbelastung erhöht. Durch unser Projekt erhoffen wir uns eine Treibstoffersparnis von etwa 30 Prozent“, sagt Projektleiter Andreas Bogala, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kölner Labor für Baumaschinen (KLB) der TH Köln.

Das Team des Labors für Baumaschinen versucht dieses Problem durch den Einbau eines elektrischen Generators zu lösen. Ein Dieselmotor verbleibt im Fahrzeug, treibt aber den Generator an und nicht mehr direkt die verschiedenen Komponenten des Hackers. Diese werden fortan von einem Elektromotor angetrieben. „Unser Konzept sieht einen mittelstarken Dieselmotor vor, der nicht mehr so viel Leistung hat, wie für sehr dicke Stämme nötig wäre. Werden nur dünne Äste oder Gestrüpp verarbeitet, lädt die überschüssige Energie die Batterien auf. Diese unterstützen die Maschine dann, wenn Lastspitzen benötigt werden.“

In einem ersten Schritt analysiert das Projektteam derzeit am virtuellen Modell das Energieeinsparpotential der einzelnen Komponenten. Auf dieser Basis soll dann der dieselelektrische Antrieb und vor allem die neue Regelungsstrategie entwickelt werden. Im Laufe der dreijährigen Projektphase bis Ende 2019 sollen aber auch noch Feldversuche mit realen Hackern gefahren werden. Projektpartner sind die Jenz Maschinen- und Fahrzeugbau GmbH , die Antriebstechnik Roth GmbH und die Vemac GmbH. Das Forschungsprojekt wird gefördert durch die Initiative EFRE.NRW (Europäische Fonds für Regionale Entwicklung).

TH Köln

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