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Hubertus Windthorst †

Hubertus Windthorst †

Am 20. März 2013 ist Hubertus Windthorst, Abteilungsdirektor und Geschäftsführer a.D., im Alter von 67 Jahren verstorben. Mit Hubertus Windthorst verliert der Landesbetrieb ForstBW und die Forstwirtschaft in Deutschland eine große Persönlichkeit, einen herausragenden Fachmann und einen wertvollen Kollegen, der sich in verantwortungsvollen Funktionen bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2010 außergewöhnliche Verdienste erworben hat. Durch sein Wirken hat er den Wald und die Forstwirtschaft des Landes Baden-Württemberg maßgeblich mitgeprägt. 
Windthorst war im Landesbetrieb ForstBW und im Regierungspräsidium Tübingen ein Kollege und Mitarbeiter, der durch seine überragenden fachlichen Fähigkeiten, seinen außerordentlichen Einsatz und seine Führungskraft eine besondere Rolle eingenommen und Maßstäbe gesetzt hat. Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Freiburg und München und dem Referendariat wurden er 1975 Referent für Waldwertschätzung in der FD Stuttgart, 1980 wurde er zum ersten zentralen Ausbildungsleiter bestellt. 1981 wurde ihm die Leitung des damaligen staatlichen Forstamtes Schrozberg übertragen.
Von 1985 bis 1994 war er in der FD Tübingen Leiter der Abteilung Waldarbeit und Haushalt. Anschließend wurde er als Referatsleiter für Waldarbeit, Wegebau und Betriebswirtschaft an das Ministerium nach Stuttgart berufen. Diese Tätigkeit übte er 12 Jahre lang aus. Neun Jahre war er zugleich Stellvertretender Landesforstpräsident in der Forstabteilung. 2006 wurde er zum Leiter der Abteilung Forstdirektion beim Regierungspräsidium Tübingen und zum Abteilungsdirektor bestellt.
Als Leiter der Forstdirektion war Hubertus Windthorst zugleich Geschäftsführer von ForstBW. Diese Doppelaufgabe war vor allem in der Startphase des neuen Betriebes eine große Herausforderung. Mit viel Fingerspitzengefühl ist es Ihm gelungen, ausgleichend Lösungen zu erarbeiten und Spannungen abzubauen. In allen Verwendungen sah Windthorst den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in betrieblichen Fragestellungen und dem Engagement für die Waldarbeit und die forstliche Betriebswirtschaft. Er setzte sich für eine moderne und zeitgemäße Entlohnung der Waldarbeiter ein und war ein konsequenter Verfechter und Vorkämpfer für eine sichere Waldarbeit.
Eng verbunden war damit seine langjährige Tätigkeit beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik in Groß-Umstadt. Hubertus Windthorst war einfach gesagt „ein sehr guter Chef“. Nicht die Hierarchien standen bei ihm im Mittelpunkt, sondern der Mensch, mit seinen individuellen Fähigkeiten und seiner eigenen Persönlichkeit. Er war immer verbindlich und konziliant. Hinter seinem geradlinigen und sachlichen Auftreten steckte oft ein hintergründiger Witz und ein tiefsinniger Humor.
Die Forstwirtschaft in Baden-Württemberg verlieren in ihm nicht nur einen ganz besonderen Kollegen, sondern auch einen verlässlichen und guten Freund. Die Forstleute in Baden-Württemberg und der Landesbetrieb ForstBW werden immer in Dankbarkeit und mit Hochachtung an Hubertus Windthorst denken und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 
Landesforstpräsident Max Reger

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